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Schalke will den Gruppensieg

Lissabon. Der Sieg gegen die Bayern war Balsam auf die Seele, und schon blicken Trainer und Team des FC Schalke 04 der Champions-League-Aufgabe in Portugal wesentlich gelassener entgegen. Mit gestärktem Selbstbewusstsein will der bereits als Achtelfinalist feststehende Revierclub bei Benfica Lissabon heute Abend (20.45 Uhr/Sky) den Gruppensieg perfekt machen

Lissabon. Der Sieg gegen die Bayern war Balsam auf die Seele, und schon blicken Trainer und Team des FC Schalke 04 der Champions-League-Aufgabe in Portugal wesentlich gelassener entgegen. Mit gestärktem Selbstbewusstsein will der bereits als Achtelfinalist feststehende Revierclub bei Benfica Lissabon heute Abend (20.45 Uhr/Sky) den Gruppensieg perfekt machen."Die Bedeutung ist deshalb nicht so groß, weil wir unser Ziel ja schon erreicht haben. Ich sehe keinen Druck. Aber wir können uns selbst ein bisschen beschenken so kurz vor Weihnachten", sagte Trainer Felix Magath gestern im Estadio da Luz bei Regen, aber angenehmen Temperaturen um 18 Grad.

Für Torhüter Manuel Neuer (Foto: dpa) ist der Trip nach Lissabon dennoch keine Kaffeefahrt: "Wir wollen gewinnen, damit wir die Gruppe als Erster abschließen." Zudem wäre es geradezu fahrlässig, drei Tage nach dem prestigeträchtigen Erfolg gegen den Rekordmeister aus München die verbesserte Stimmung mit ähnlich desolaten Auftritten wie in Kaiserslautern (0:5) oder Tel Aviv (0:0) zunichtezumachen.

"Es wäre schon gut, die Vorrunde als Spitzenreiter abzuschließen. Dann hätten wir im Rückspiel den Heimvorteil, und wir könnten auf einen sogenannten leichteren Gegner hoffen bei der Auslosung", befand Magath. "Wenn wir als Zweiter durchs Ziel gehen, kann im Achtelfinale schon der ein oder andere Brocken dabei sein."



Da sich Benfica im Fernduell mit den Israelis noch um den Europa-League-Platz streitet, ist nicht mit einem Spaziergang zu rechnen. Am Freitag feierte der Liga-Zweite mit dem 2:0 gegen SC Olhanense eine gelungene Generalprobe. Es war bereits der sechste zu-Null-Heimsieg in Serie für das Team von Jorge Jesus. "Sie haben sehr gute Offensiv- Spieler. Die müssen wir erstmal in den Griff kriegen", warnte Magath.

So erwartet der Trainer anders als beim 2:0 im Hinspiel einen angriffslustigen und stürmischen Gegner im EM-Stadion von 2004. "Aber wenn wir Platz bekommen, können wir ihn hoffentlich so nutzen wie gegen die Bayern in der zweiten Halbzeit", sagte Magath. Auch Nationalkeeper Neuer warnte: "Sie werden uns unter Druck setzen. Da müssen wir höllisch aufpassen."

Denn schließlich würde Neuer nach seiner Weltklasseleistung gegen die Bayern auch auswärts gern mal wieder ohne Gegentor bleiben. Die Bilanz in den zurückliegenden vier Heimspielen mit 12:0 Toren war makellos. Für Benedikt Höwedes ist die Stabilität ein Ergebnis eines längeren Prozesses: "Wir brauchten einige Zeit, um uns aufeinander einzustellen. Mittlerweile stehen wir recht sattelfest in der Abwehr", so der Innenverteidiger. dpa