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Schalke mit Offensivproblemen, Mainz braucht Punkte

 Der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder sieht der Partie beim RSC Anderlecht mit Zuversicht entgegen. Foto: stenzel/dpa
Der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder sieht der Partie beim RSC Anderlecht mit Zuversicht entgegen. Foto: stenzel/dpa FOTO: stenzel/dpa
Anderlecht. Mit neun Punkten steht Schalke vor dem Heimspiel gegen Krasnodar in der Europa League glänzend da. Die Punkteausbeute der Mainzer ist deutlich geringer, der FSV muss in Anderlecht punkten. Agentur

Den FC Schalke 04 plagen Personalsorgen, den FSV Mainz 05 die wenigen Punkte. Vor dem vierten Spieltag der Europa League fehlen dem Fußball-Bundesligisten aus Gelsenkirchen mehrere Offensivspieler, doch der Tabellenführer der Gruppe I geht mit einem perfekten Puntekonto in das Spiel gegen FK Krasnodar am heutigen Donnerstag (21.05/Sky und Sport1). Der Ligakonkurrent aus Mainz steht beim Auswärtsspiel bei RSC Anderlecht dagegen schon unter Druck.

Der Schalker Trainer Markus Weinzierl muss gegen den Tabellen-Fünften der russischen Liga auf vier Offensivkräfte verzichten. Neben Breel Embolo und Klaas-Jan Huntelaar steht Max Meyer wegen einer Sprunggelenkverletzung nicht zur Verfügung. Auch der letzte verbliebene Stoßstürmer Franco Di Santo (Bauchmuskelzerrung) droht auszufallen.

"Das ist brutal heftig, aber wir haben trotzdem noch eine super Qualität im Angriffsspiel", sagte Mittelfeldspieler Johannes Geis. Jetzt seien "die Jungs, die bisher nicht so viel gespielt haben, gefordert". Das sieht Manager Christian Heidel ähnlich: "Nun müssen die anderen die Kohlen aus dem Feuer holen."



Die Auftritte auf internationaler Bühne ließen bisher nichts zu wünschen übrig. Die Ausgangslage in der Gruppe I ist perfekt. Als Spitzenreiter weist Schalke vor dem 4. Spieltag die makellose Bilanz von neun Punkten auf. Dahinter folgen die Russen (6) vor OGC Nizza (3) und RB Salzburg (0). Sollte Nizza das Parallelspiel gegen Salzburg nicht gewinnen, würde Schalke schon ein Remis genügen, um weiterzukommen. Solche Rechenspiele lassen Trainer Markus Weinzierl aber kalt: "Noch haben wir nichts erreicht."

Die Ausgangslage für Mainz in der Gruppe C ist dagegen deutlich angespannter. Nach drei Spielen haben sowohl die Rheinhessen als auch der RSC Anderlecht sowie der französische Traditionsclub AS St. Etienne jeweils fünf Punkte. In den verbleibenden Direkt-Duellen dieses Trios wird sich entscheiden, welche beiden Vereine in der Europa League überwintern.

Entsprechend groß ist der Druck in der Partie heute Abend beim belgischen Rekordmeister (19 Uhr/Sky). "Das ist schon ein besonderes Spiel für unseren Club", sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder. "Es geht immerhin gegen die Königlichen."

Zwar treten die Mainzer nicht bei Real Madrid an, das gemeinhin mit der Bezeichnung "die Königlichen" in Verbindung gebracht wird. Doch der Royal Sporting Club Anderlecht hat europaweit nach wie vor einen sehr klangvollen Namen, weshalb sich alle im Lager der 05er riesig auf die Partie im Brüsseler Constant-Vanden-Stock-Stadion freuen.

Dass die Mainzer nach dem Spiel in Anderlecht auch noch in St. Etienne antreten müssen und in den beiden Heimspielen gegen die direkte Konkurrenz jeweils nur Remis spielten, sieht Schröder nicht als Nachteil. Der Sportdirektor zieht vielmehr besonders aus dem Hinspiel gegen Anderlecht Zuversicht. Dort beherrschte der Bundesligist den belgischen Traditionsclub eine Halbzeit lang, ehe er am Ende doch mit einem Punkt zufrieden sein musste.