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Schalke hofft auf den Befreiungsschlag

Gelsenkirchen. Befreiungsschlag oder tiefe Depression? Schalke 04 geht nach dem Bundesliga-Fehlstart unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen in das 136. Pflichtspiel-Derby gegen Borussia Dortmund. Für den zuletzt glücklosen Felix Magath spielt die brisante Ausgangslage angeblich keine Rolle. "Das Derby musst du sowieso immer gewinnen. Da geht es um mehr als drei Punkte

Gelsenkirchen. Befreiungsschlag oder tiefe Depression? Schalke 04 geht nach dem Bundesliga-Fehlstart unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen in das 136. Pflichtspiel-Derby gegen Borussia Dortmund. Für den zuletzt glücklosen Felix Magath spielt die brisante Ausgangslage angeblich keine Rolle. "Das Derby musst du sowieso immer gewinnen. Da geht es um mehr als drei Punkte. Von daher kommt das Spiel zum richtigen Zeitpunkt", so der Schalke- Trainer. Magath räumte vor dem Duell am Sonntag (17.30 Uhr) aber auch den immensen Druck ein. "Die Situation ist nach drei Niederlagen schwierig. Aber die Saison wird auch nach einem schlechten Start erst nach 34 Spieltagen abgerechnet", sagte Magath am Freitag. "Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen." Anders als die "Königsblauen", denen auch zum Champions-League- Start in Lyon (0:1) ein Erfolgserlebnis versagt blieb, geht der BVB nach dem spektakulären 4:3 bei Karpati Lwiw gestärkt in das Duell. "So gut gerüstet sind wir zuletzt nie zu einem Derby gefahren. Jetzt wissen auch die Letzten, dass wir eine gute Mannschaft haben", meinte Nuri Sahin. "Ein bisschen Schub" werde der nach 2:3-Rückstand durch den Doppelschlag von Lucas Barrios und Mario Götze in den letzten fünf Spielminuten erkämpfte Erfolg in der Ukraine schon geben, glaubt auch Patrick Owomoyela. Barrios will nun auch die Arena erobern: "Wir sind unseren Fans den Derbysieg schuldig." Jürgen Klopp, der als BVB-Coach noch auf den ersten "Dreier" gegen den Nachbarn (zwei Remis, zwei Niederlagen) wartet, will sich vom Fehlstart des Kontrahenten nicht blenden lassen. "Die Schalker sind leider besser, als sie momentan dargestellt werden", warnte er. "Auch das Gefühl, ein Spiel noch gedreht zu haben, wird uns nicht unbedingt weiterhelfen." Als Handicap für den BVB könnte sich erweisen, dass die erst am Freitag aus der Ukraine zurückgekehrte Elf zwei Tage weniger Erholungspause hatte als Schalke. dpa