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Fußball-Bundesliga
Sammer und Kehl sollen der gefallenen Borussia helfen

Dortmund. Trainer Peter Stöger in Dortmund vor dem Aus.

Seinen Humor ließ sich Borussia Dortmunds Trainer Peter Stöger von dieser 90-minütigen Folter nicht nehmen. „Naja“, sagte der Wiener auf die Frage nach seiner Position: „Gestärkt wird es sie nicht haben.“ Vielleicht auch weil der Österreicher ahnte, dass mit diesem deprimierenden 0:6 (0:5) bei Bayern München das Ende seiner Zeit beim BVB eingeläutet wurde, setzte er zu einer Generalkritik an.

„Vielleicht ist es gut, dass wir eine richtige Klatsche gekriegt haben. Dass man mal alle Steine hier umdreht“, sagte Stöger – übrigens nach seiner ersten Bundesliga-Niederlage mit dem BVB im 13. Spiel. Nicht nur an Rädchen, sondern an den großen Rädern müsse man drehen. In Dortmund steht fast alles auf dem Prüfstand: zuvorderst die Mannschaft und die gesamte Struktur rund um das Team. „Man muss schauen, welche Art Fußball will man spielen, wofür will der Verein stehen. Dann muss man schauen, welche Spieler man für diese Spielidee braucht“, analysierte Stöger, der „froh und stolz“ ist, den BVB zu trainieren. Der 51-Jährige sagte aber auch: „Mein Leben definiert sich nicht darüber.“

Welche Gestalt der amtierende Pokalsieger in Zukunft bekommt, daran wird Matthias Sammer mitwirken. Der frühere BVB-Profi und -Trainer hat die Spannungen der Vergangenheit mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke überwunden und steht fortan als externer Berater bereit. Sportdirektor Michael Zorc kündigte einen regelmäßigen Austausch an: „Seine ungeschminkte Analyse wird uns guttun.“ Neben Sammer (50) soll ein weiterer Ex-Borusse mit anpacken: Sebastian Kehl (38). Der Ex-Nationalspieler ist Wunschkandidat für den Posten des Leiters der Lizenzspieler-Abteilung.