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Sammer: "Gier nach Titel spüren"

Göteborg. Im schwedischen Mittsommer wollen die deutschen U-21-Fußballer ihr großes Fest feiern und endlich den ersten EM-Titel in der Geschichte des DFB erringen. "Wir fahren nicht zur EM und sagen, wir wollen die Vorrunde überstehen", sagte DFB-Coach Horst Hrubesch. "Zum Glück haben wir keine Verletzungsprobleme

Göteborg. Im schwedischen Mittsommer wollen die deutschen U-21-Fußballer ihr großes Fest feiern und endlich den ersten EM-Titel in der Geschichte des DFB erringen. "Wir fahren nicht zur EM und sagen, wir wollen die Vorrunde überstehen", sagte DFB-Coach Horst Hrubesch. "Zum Glück haben wir keine Verletzungsprobleme. Alle Spieler sind gesund", sagte Hrubesch vor dem Auftakt gegen Spanien am Montag (20.45/ZDF). Bundestrainer Joachim Löw, der die ersten beiden Vorrundenspiele der DFB-Elf in Göteborg und Halmstad beobachten wird, setzt die Nachwuchskicker unter Erfolgsdruck. "Natürlich ist es immer unser Ziel, Titel zu gewinnen. Die Spieler müssen lernen mit einem gewissen Druck umzugehen", sagte Löw. Entscheidend sei aber das Auftreten, dass die Mannschaft Dominanz ausstrahle. Auch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer fordert nach den EM-Gewinnen der U17 und der U19 im vergangenen Sommer weitere Erfolge. "Als deutscher Fußball müssen wir uns an der Weltspitze orientieren. Ich will bei jedem einzelnen die Gier nach dem Titel spüren", sagte Sammer. Beim Schaulaufen der Stars von morgen wie Bojan Krkic vom FC Barcelona, Theo Walcott von Arsenal London, dem Serben Gojko Kacar von Hertha BSC oder dem Mönchengladbacher Marko Marin gilt die deutsche Mannschaft nicht als Turnierfavorit. In der Vorrundengruppe B stehen mit Spanien und England sowie Finnland hohe Hürden auf dem Weg ins Halbfinale. Da kann wie bei der letzten deutschen EM-Teilnahme 2006 schon nach der Vorrunde das Aus drohen. "Die Teams sind alle stark. Es kann jeden erwischen, auch uns", sagte Hrubesch. Für Stuart Pearce, Trainer des DFB-Gruppengegners England, ist schon die Qualifikation für die Endrunde eine besondere Leistung. "Mir ist kein Qualifikationswettbewerb bekannt, der härter ist als dieser. Das Niveau wird noch höher sein als vor zwei Jahren", sagte der frühere englische Nationalspieler. Pierluigi Casiraghi, Chefcoach von Rekordsieger Italien, muss mit seinem Team in der Gruppe A gegen Gastgeber Schweden, Weißrussland und Serbien antreten. "Der Wettbewerb wird jedes Jahr interessanter. Das Siegen wird nicht leicht", befand Casiraghi. dpa