| 23:31 Uhr

Nach der Entscheidung der Wada
"Seilschaften und Abhängigkeiten“

Köln. Nada-Vorstand erschüttert über Rückkehr der Rusada. sid

Die Nationale Anti-Doping Agentur NADA hat nach der umstrittenen Wiederaufnahme Russlands durch die WADA das Internationale Olympische Komitee IOC scharf kritisiert. "Das lässt uns ratlos zurück, dass wir mit unseren aus der Praxis kommenden Anregungen nicht durchdringen und an der Phalanx des Sports aus IOC und internationalen Verbänden abprallen", sagte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer.

Das IOC habe eine "völlig andere Sichtweise". Es wolle "auch aus wirtschaftlichen Gründen alle Nationen an Bord haben, letztlich auch die Russen", sagte der NADA-Chefjurist. Zudem gebe es "Seilschaften, Abhängigkeitsverhältnisse und Interessenkonflikte, alles über Jahre und Jahrzehnte gewachsen". Diesen Status quo bezeichnete Mortsiefer als "eine ständige Bedrohung des internationalen Anti-Doping-Kampfes". Die "Aussitzmentalität" des internationalen Sports sei das "wirklich Erschreckende".