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"Ruhe ist die oberste Pflicht"

Val di Fiemme. Für die Langläufer bleibt es das gefürchtete Finale der Tour de Ski, für die nordischen Kombinierer dürfte es das Tor zur Hölle werden: Am Sonntag erwartet der Alpe Cermis in Val di Fiemme die Athleten beider nordischen Disziplinen

Val di Fiemme. Für die Langläufer bleibt es das gefürchtete Finale der Tour de Ski, für die nordischen Kombinierer dürfte es das Tor zur Hölle werden: Am Sonntag erwartet der Alpe Cermis in Val di Fiemme die Athleten beider nordischen Disziplinen.Während es bei den Langläufern um nicht weniger als 100 000 Euro Preisgeld geht und sich allein dafür die Strapazen lohnen, wollen die Kombinierer in Grenzbereiche vordringen. Einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver zumindest aus trainingsmethodischer Sicht ein gewagtes Unterfangen. "Wer wie die Spezialisten Skifliegen will, muss auch wie die Spezialisten laufen wollen", sagt Ulrich Wehling trocken. Der dreimalige Olympiasieger ist beim Weltverband FIS Race-Direktor für die Nordische Kombination. Ganz freiwillig schickt er aber die Jungs auch nicht auf den 1278 Meter hohen Gipfel. Um den Kombinations-Weltcup in Val di Fiemme durchführen zu können und ins Fernsehen zu bringen, musste er diesen Kompromiss eingehen. Denn das Bild produzierende italienische Fernsehen wollte nicht an zwei verschiedenen Stellen und zu verschiedenen Zeiten Kameras installieren. "Ich freue mich drauf, endlich mal eine neue Strecke zu laufen", meint Björn Kircheisen. Der Johanngeorgenstädter ist im Feld der Kombinierer einer der besten und leichtesten Läufer und dürfte daher wenig Probleme mit dem Anstieg haben. Für die Athleten geht es beim 3,5 Kilometer langen, mit 425 Höhenmetern gespickten Anstieg darum, die gute Ausgangsposition zu halten. Die durchschnittliche Steigung beträgt 12 bis 14 Prozent, die steilste Passage ist mit 28 Prozent angegeben. Jens Filbrich (Frankenhain) geht wie immer mit gemischten Gefühlen in das finale Rennen. "Man muss ein eigenes Tempo gehen, darf sich nicht beeinflussen lassen. Ruhe ist oberste Pflicht. Ein paar der Kombinierer haben mich schon nach einer Taktik gefragt. Es wird interessant, wie sie dort oben ankommen", sagt Filbrich. dpa