| 23:51 Uhr

Finanzskandal beim LSVS
Roth zieht die Konsequenzen und tritt zurück

Saarbrücken. (mwe) Mit Eugen Roth hat gestern das erste Präsidiumsmitglied des Landessportverbandes für das Saarland persönliche Konsequenzen aus der Finanzaffäre beim LSVS (wir berichteten mehrfach) gezogen. In einer Erklärung teilte der SPD-Landtagsabgeordnete gestern mit: „Um die gegen mich in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe einer objektiven Aufklärung zuführen zu können, stelle ich mein Amt als Präsidiumsmitglied des LSVS zur Verfügung.“ Hintergrund dürfte die Aufhebung der Immunität als Landtagsabgeordneter sein, die die Staatsanwaltschaft Saarbrücken erbeten hatte und die der Rechtsausschuss des Landtags einstimmig beschlossen hatte. Ab dem heutigen Freitagmittag kann damit die Staatsanwaltschaft gegen Roth und Landtagspräsident Klaus Meiser vorgehen.

(mwe) Mit Eugen Roth hat gestern das erste Präsidiumsmitglied des Landessportverbandes für das Saarland persönliche Konsequenzen aus der Finanzaffäre beim LSVS (wir berichteten mehrfach) gezogen. In einer Erklärung teilte der SPD-Landtagsabgeordnete gestern mit: „Um die gegen mich in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe einer objektiven Aufklärung zuführen zu können, stelle ich mein Amt als Präsidiumsmitglied des LSVS zur Verfügung.“ Hintergrund dürfte die Aufhebung der Immunität als Landtagsabgeordneter sein, die die Staatsanwaltschaft Saarbrücken erbeten hatte und die der Rechtsausschuss des Landtags einstimmig beschlossen hatte. Ab dem heutigen Freitagmittag kann damit die Staatsanwaltschaft gegen Roth und Landtagspräsident Klaus Meiser vorgehen.

Mittlerweile wird gegen Roth, Meiser und die anderen sechs LSVS-Präsidiumsmitglieder wegen des Anfangsverdachts der Untreue ermittelt. Gegen sieben der acht – Roth, Meiser, Vize-Präsident Franz Josef Schumann (Saarländischer Fußball-Verband) sowie die Präsidiumsmitglieder Udo Genetsch (Saarländische Sportjugend), Lothar Altmeyer (Saarländischer Leichtahletik-Bund), Karin Nonnweiler (Saarländischer Judobund) und Andrea Pielen (Kneipp-Bund Saar) – steht auch der Vorwurf der Vorteilsgewährung im Raum. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass das LSVS-Präsidium am 7. Oktober 2017 einstimmig beschlossen hatte, die Kosten für die Feier zum 70. Geburtstag von Innenminister Klaus Bouillon (CDU) in der Mensa des LSVS am 20. November teilweise zu übernehmen. Bouillons Ministerium hat die Rechtsaufsicht über den LSVS. Laut eigener Aussage hatte Bouillon die Kostenübernahme abgelehnt.