| 22:06 Uhr

Rot-Flut beim HSV: Trainer Gisdol ist bedient

 Der bereits fünfte Platzverweis gegen den HSV in dieser Saison geht Trainer Markus Gisdol gehörig auf die Nerven. Foto: dpa
Der bereits fünfte Platzverweis gegen den HSV in dieser Saison geht Trainer Markus Gisdol gehörig auf die Nerven. Foto: dpa FOTO: dpa
Hamburg. Markus Gisdol legte seinen bösesten Blick auf. "Eine Sache, die uns ständig zurückwirft", sagte der Trainer des Hamburger SV . Die völlig unnötige Gelb-Rote Karte für Albin Ekdal (33.) bei der noch unnötigeren 0:1 (0:0)-Pleite im Kellerduell beim VfL Wolfsburg ließ Gisdol richtig stinkig werden. sid

Markus Gisdol legte seinen bösesten Blick auf. "Eine Sache, die uns ständig zurückwirft", sagte der Trainer des Hamburger SV . Die völlig unnötige Gelb-Rote Karte für Albin Ekdal (33.) bei der noch unnötigeren 0:1 (0:0)-Pleite im Kellerduell beim VfL Wolfsburg ließ Gisdol richtig stinkig werden.

"Das geht nicht", sagte Gisdol genervt nach der 600. Bundesliga-Niederlage des HSV. Schließlich werfen die vielen Platzverweise die Hanseaten im Kampf um den Klassenverbleib immer wieder zurück. Nächste Woche in Ingolstadt "muss mit elf Mann zu Ende gespielt werden". Ekdal sorgte mit seinem ziemlich dämlichen Foul im Niemandsland des Mittelfeldes an Wolfsburgs Neuzugang Paul-Georges Ntep schon für den fünften Platzverweis gegen den HSV in dieser Saison. In Wolfsburg ließen nach fast 60 Minuten in Unterzahl die Kräfte nach. Und so schoss Mario Gomez (83.) die Wölfe spät zum dritten Sieg in Serie. Damit verdoppelte der Werksclub seinen Vorsprung auf den HSV auf sechs Punkte, der rangiert weiter auf dem Relegationsrang.

Auf Ekdal wartet eine unangenehme Woche, die Kollegen waren von seiner Aktion nicht begeistert. Als "doof" bezeichnete Nicolai Müller das Foul an Ntep, nachdem Ekdal nur fünf Minuten zuvor schon Gelb gesehen hatte. Auch Kapitän Gotoku Sakai kündigte ein Gespräch an: "Das war unnötig. Albin kann in dem Moment ruhiger bleiben." Der Gescholtene gab sich reumütig: "Es tut mir sehr leid für das Team." Eine Strafe wird es für den 27-Jährigen aber nicht geben. "Wir wollen es nicht größer machen, als es ist", sagte Gisdol.