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Ringen
Ringer aus Burghausen sind Meister

Völklingen. (dpa/cor) Die Ringer des KSV Köllerbach haben den deutschen Titel dem SV Wacker Burghausen überlassen müssen. Die Bayern wurden am Samstag erstmals in der Vereinsgeschichte Meister der Bundesliga. Nach einem souveränen 18:6 im Hinkampf reichte dem Team von Trainer Alexander Schrader im zweiten Duell am Samstag in Völklingen eine knappe 12:14-Niederlage zum Erfolg.

„Es war die geschlossene Mannschaftsleistung, die den Ausschlag zum Titelgewinn gab“, sagte Sportdirektor Jannis Zamanduridis vom Deutschen Ringer-Bund. „Jeder Einzelne hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, damit ist der SV Wacker Burghausen verdient DRB-Bundesligameister geworden.“

Den Köllerbachern blieb nur, fair zu gratulieren. „Die Enttäuschung ist da, auch wenn es ja abzusehen war“, gestand Griechisch-Römisch-Spezialist Etienne Kinsinger, der bei seinem 8:0-Punktsieg über Andreas Maier erneut eine starke Leistung gezeigt hatte, „wir haben heute mit einer schwächeren Mannschaft gewonnen, vielleicht ist das ein kleiner Trost.“

Burghausen ist der erste Meister der neu geschaffenen höchsten Kampfklasse im DRB, nachdem sich vor der Saison fünf Spitzenclubs zurückgezogen hatten, um die Deutsche Ringerliga zu gründen. Darunter sind unter anderem Weingarten, Nendingen und Ispringen, die in den vergangenen vier Jahren die Bundesliga-Finals bestritten hatten. Das DRL-Finale zwischen Ispringen und Schifferstadt steigt am kommenden Samstag mit dem Hinkampf und am Freitag darauf mit dem Rückkampf.



„Es war eine überragende Leistung meiner Mannschaft, ich bin einfach nur stolz und glücklich“, sagte Wacker-Coach Schrader. Burghausen hatte auf dem Weg zum Titel Mit-Favoriten wie Nürnberg, Neckargartach und Mainz bezwungen.