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Richtige Abstimmung gefunden

Homburg. Jörg Weidinger aus Nürnberg war gestern der überragende Fahrer auf seinem 370 PS starken Osella BMW PA 20/S. Er deklassierte seine Konkurrenten bei der 36. Auflage des Homburger ADAC Bergrennens auf der Käshofer Straße Von Merkur-Mitarbeiter Markus Hagen

Homburg. Jörg Weidinger aus Nürnberg war gestern der überragende Fahrer auf seinem 370 PS starken Osella BMW PA 20/S. Er deklassierte seine Konkurrenten bei der 36. Auflage des Homburger ADAC Bergrennens auf der Käshofer Straße. Der 34-Jährige hatte in der Gesamtwertung nach drei Läufen mit 3:34,447 Minuten über acht Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Marcel Steiner (Oberdiessbach), der auf einem Martini MK für die drei Läufe mit jeweils 2,6 Kilometern Länge 3:42,853 Minuten brauchte. Platz drei sicherte sich Uwe Lang vom ADAC-Team Nord Bayern (Osella PA 20/5) mit 3:43,009 Minuten. Schon im Training am Samstag war Weidinger mit seinem Boliden drei Mal Bestzeiten gefahren. "Ich habe auf Anhieb die richtige Abstimmung von Fahrwerk und Reifen für die Strecke gefunden", erklärte Weidinger nach der Siegerehrung. Überrascht zeigte er sich über den klaren Vorsprung. Überhaupt mache ihm das Homburger Bergrennen großen Spaß, an dem er seit 2001 teilnimmt. Das unterstrich er mit seinem zweiten Gesamtsieg nach 2007. Der Zweitplatzierte Marcel Steiner analysierte sein Ergebnis: "Im ersten Wertungslauf habe ich schon sehr viel Zeit verloren." Mit 1:21,606 Minuten büßte Steiner hier schon fünf Sekunden auf Weidinger ein, der in allen drei Wertungsläufen klare Bestzeiten fuhr. Die beste Zeit fuhr er auf der fast abgetrockneten Strecke im dritten Lauf in 1:08,699 Minuten. Damit verfehlte er den Streckenrekord aus dem Jahre 2000 von Christian Hauser (1:08,113) nur knapp. Steiner kam im letzten Lauf mit 1:08,964 Minuten fast an Weidingers Zeit heran. Der Gesamtsieg war ihm zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr zu nehmen. Reto Meisel aus Leuggern (Schweiz) bestätigte mit seinem Sieg in der Tourenwagenklasse seine Favoritenrolle. Er benötigte mit seinem Mercedes 190 RM1 V8 3:53,715 Minuten und lag klar vor dem Baseler Bruno Ianniello (Lancia Delta S4) mit 4:04,610 Minuten, der den zweiten Platz einnahm. Da nutzten auch seine 500 PS seines Rennwagens nichts. Platz drei ging an Norbert Handa in 4:09,996 Minuten. Insgesamt 130 Rennwagen nahmen an dem 36. Homburger Bergrennen, das auch diesmal wieder von den vielen Helfern des Homburger Automobilclubs (HAC) vorbildlich organisiert wurde, teil. Mit rund 3500 Zuschauern fand das Rennwochenende auf der Käshofer Straße trotz regnerischer Witterung eine gute Resonanz. "Leider stimmte das Wetter nicht ganz. Aber dennoch gingen die Rennen ordentlich über die Bühne" erklärte Rennleiter Hartmut Schöffler, der zum letzten Mal offiziell in diesem Amt fungierte. Wohl habe es einige Unfälle auf regennasser Fahrbahn gegeben, doch bei den Ausrutschern in den Graben blieb es ausnahmslos bei Blechschäden. "Im ersten Lauf habe ich zu viel Zeit verloren."Marcel Steiner,Rennfahrer



Auf einen BlickGesamtergebnis: 1. Jörg Weidinger (Happurg/Nürnberg) 3:34,447 Minuten, 2. Marcel Steiner (Oberdiessbach) 3:42,853, 3. Uwe Lang (Schweinfurt) 3:43,009, 4. Reto Meisel (Leuggern/ Schweiz) 3:53, 5. Bruno Ianniello (Nunningen/Basel) 4:04, 6. Urs Müller (Euthal) 4:08. mh