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Ribéry bleibt in Madrid gesperrt

Lausanne. Bayern Münchens Franck Ribéry (Foto: dpa) bleibt für das Champions-League-Finale am kommenden Samstag in Madrid gegen Inter Mailand gesperrt

Lausanne. Bayern Münchens Franck Ribéry (Foto: dpa) bleibt für das Champions-League-Finale am kommenden Samstag in Madrid gegen Inter Mailand gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof Cas in Lausanne lehnte gestern Nachmittag nach einer Anhörung den Antrag des deutschen Fußball-Rekordmeisters ab, die Drei-Spiele-Sperre Ribérys aufzuheben und bestätigte damit das Urteil der Europäischen Fußball-Union Uefa. Die Gründe für das Urteil will der Sportgerichtshof allerdings erst in einigen Tagen nachreichen. Während Trainer Louis van Gaal die Mannschaft in München versammelte, kämpfte der französische Fußball-Nationalspieler vor dem Cas gegen seine Sperre. Der Franzose war zusammen mit Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in die Schweiz gereist. Vor dem Gericht wurden die Parteien sowie deren Rechtsvertreter gehört. Ribéry hatte nach einem Foul im Champions-League-Halbfinale gegen Olympique Lyon die Rote Karte gesehen und war danach von der Uefa für drei Partien gesperrt worden. Der Fußball-Verband hatte bereits nach einem ersten Protest der Bayern die Sperre bestätigt.Der Sportgerichtshof in der Besetzung mit Bernhard Welten, Stephan Netzle, Andras Gurovits (alle Schweiz) bestätigte die vorherigen Entscheidungen in den Rechtsinstanzen. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, der sich vehement für eine Revision eingesetzt hatte, lag mit seiner Einschätzung, die Sperre werde nicht aufrechterhalten, falsch. "Wir haben mit vielen Anwälten in Europa Kontakt, die selber schon mal ähnliche Fälle hatten. Alle unterstützen uns. Es ist eine breite Bewegung pro Ribéry", hatte Rummenigge noch in der Bild am Sonntag erklärt. Die Uefa habe eine politische Entscheidung getroffen, hatte der Münchner Vorstandschef zuvor behauptet: "Das ist beim Cas völlig anders." Viele Experten sprachen im Vorfeld jedoch nur von einer Chance die bei mindestens 50 Prozent läge."Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es ein Fehlurteil ist", sagte auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech erklärte gestern Abend, Ribéry müsse nach der Niederlage vor dem Cas nicht wie zunächst vorgesehen am Dienstag ins Trainingslager der Les Bleus einrücken. "Selbst wenn er das Finale jetzt nicht spielt, wird er seine Mitspieler bei diesem Spiel begleiten. Das ist doch selbstverständlich", sagte Domenech. dpa