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Reformpläne stehen im Mittelpunkt der IOC-Vollversammlung

Sotschi. Im globalen Dialog mit allen Mitgliedern und Interessierten will IOC-Präsident Thomas Bach die Neuausrichtung der Ringe-Organisation vorantreiben. Bei der 126. dpa

Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) von heute bis Freitag in Sotschi soll die Diskussion um die Zukunft der olympischen Bewegung im Mittelpunkt stehen. "Wir werden uns auf drei Themenbereiche konzentrieren. Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit und Jugend", sagte Bach, der für die Debatte eineinhalb Tage angesetzt hat.

Alle Interessierten können die Vollversammlung im Internet live verfolgen und via E-Mail Anregungen schicken. Nach den Winterspielen in Sotschi werden Kommissionen und Arbeitsgruppen Empfehlungen vorschlagen, die bis Ende 2014 abgesegnet werden und in ein Strategiepapier mit dem Titel "olympische Agenda 2020" einfließen sollen.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sein Kommen angekündigt. "Es ist das erste Mal, dass ein UN-Generalsekretär zu einer Session des IOC kommen und dort eine Rede halten wird", sagte Bach, der die Vergabe der Winterspiele an den Kurort noch einmal verteidigt hat.

Den Vorwurf, das IOC habe sich mit der Wahl von Russland als Gastgeberland sehenden Auges in Schwierigkeiten manövriert, wies Bach zurück. "Sie meinen, eine Vorauswahl würde helfen? Maßstäbe vorneweg anzulegen, die politischer Natur sind? Irgendwann könnten sie Olympische Spiele dann nur noch im Paradies veranstalten!", sagte der Präsident und stellte klar: "Zu entscheiden, welche Politik eines Landes gut ist oder welche schlecht, ist nicht unsere Aufgabe."