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Praktischer Anschauungsunterricht der Theoretiker

 Augen zu und durch: Maximilian Fischer (links) von der Schierigruppe St. Wendel beim Kopfballduell mit Boz Turray (Aargau). Foto: ulz
Augen zu und durch: Maximilian Fischer (links) von der Schierigruppe St. Wendel beim Kopfballduell mit Boz Turray (Aargau). Foto: ulz
Zweibrücken. Traditionell stehen am Schlusstag der Hallenturniere der Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken die Unparteiischen selbst im Mittelpunkt. Sie spielen in der Turnieren Fußball. Für eine unfreiwillige Pause von rund 45 Minuten sorgte ein Feueralarm in der Westpfalzhalle, der sich aber als Fehlalarm entpuppte

Zweibrücken. Traditionell stehen am Schlusstag der Hallenturniere der Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken die Unparteiischen selbst im Mittelpunkt. Sie spielen in der Turnieren Fußball. Für eine unfreiwillige Pause von rund 45 Minuten sorgte ein Feueralarm in der Westpfalzhalle, der sich aber als Fehlalarm entpuppte.Zum Auftakt siegte die Srvgg Rhein-Pfalz vor der Nordwestschweiz. Am Nachmittag hatte Nürtingen die Nase vor Schweinfurt vorne. Am Abend setzte sich der Titelverteidiger, die Schiedsrichtergruppe Obere Saar, im Finale gegen die Nordwestschweiz II mit 5:1 durch.

Mit Leidenschaft, großem Kampfgeist, teils hartem Spiel und kleinen Regelwidrigkeiten aber auch mit guten fußballerischen Kombinationen kämpften die Schiedsrichter am Abend um den Turniersieg. Im Finale kurz nach Mitternacht hatte die SrGr Obere Saar die Nase vorne und besiegte die SSV Nordwestschweiz II mit 5:1. "Nach dem 3:0 waren wir siegessicher", erklärte Saar-Torhüter Thorsten Braun. Bevor am Mittag der Sieger, die SrGr Nürtingen, ermittelt werden konnte gab es eine unfreiwillige Unterbrechung. Nach einem Feueralarm mussten alle Teilnehmer die Westpfalzhalle räumen und die Feuerwehr rückte an. Nach 45 Minuten wurde das Turnier fortgesetzt, nachdem es sich als Fehlalarm herausstellte: "Auf ein Mal heulte die Sirene auf, und wir wurden aufgefordert, die Halle zu verlassen. Ich habe keine Ahnung warum", schildert der Obmann der veranstaltenden Schiedsrichtergruppe, Ralf Vollmar, die Szenerie.

Den Morgen bestimmten Mannschaften mit "dem Fröhlichkeitsfaktor", so Alexander Seiberth, stellvertretender Schiri-Obmann. Gemeint waren die Mannschaften aus Gelnhausen und Schweinfurt. Nach einer späten Anreise und einer sehr kurzen Nacht standen alle pünktlich um zehn Uhr auf der Matte. "Die Stimmung war ausgezeichnet", blickt so Seiberth zurück. Keine Verschnaufpause konnten sich die Spieler aus der Nordwestschweiz gönnen. Mit nur fünf Mann angereist, zeigten sie dennoch guten Fußball und erreichten ziemlich ausgepumpt das Finale: "Wir hatten großen Spaß, auch wenn es manchmal sehr hart zur Sache ging", resümierte der Schweizer Memet Yücal.



Herausforderungen gestemmt

Insgesamt waren die Turniere über vier Tage, die mit der Kreismeisterschaft im Futsal eingeleitet worden waren, ein Erfolg. Mit Mannschaften aus Deutschland und der Schweiz hatten die Schiedsrichter-Turniere ein internationales Flair.

"Wir konnten die Herausforderungen nur stemmen, weil wir uns auf Helfer von 15 bis 70 Jahren aus unserer Schiedsrichtervereinigung stützen konnten", lobte Alexander Seiberth das Engagement von Jung und Alt. "Ich hätte mir bei den Schiedsrichterturnieren mehr aktive Fußballer als Zuschauer gewünscht. Damit hätten sie auch sehen können, dass wir nicht nur ,Papiertiger' sind, sondern auch praktisch auf dem Fußballplatz zuhause sind", äußerte er einen Wunsch. ulz