| 23:51 Uhr

Iran und Marokko sind raus
Portugal und Spanien stolpern ins Achtelfinale

 Portugals Ricardo Quaresma (links) bejubelt sein Tor im Spiel gegen Iran mit Cristiano Ronaldo.
Portugals Ricardo Quaresma (links) bejubelt sein Tor im Spiel gegen Iran mit Cristiano Ronaldo. FOTO: dpa / Pavel Golovkin
Saransk/Kaliningrad. Cristiano Ronaldo klatschte gestern Abend in Saransk seine Mitspieler ab, machte am Ende einer Zitterpartie aber alles andere als ein zufriedenes Gesicht. Einen Elfmeter verschossen, kein Sieg – und zur Strafe jetzt Uruguay: Portugal steht bei der WM in Russland im Achtelfinale, bekommt es nach dem 1:1 (1:0) gegen zähe Iraner und damit nur Rang zwei in Gruppe B aber mit der bisher besten Mannschaft der Vorrunde zu tun.

Die Uruguayer hatten sich in der Gruppe A mit neun Punkten und 5:0 Toren durchgesetzt.

„Das Wichtigste ist, dass wir weiter sind“, sagte Portugals Joao Mario. Er und seine Mannschaft verspielten Rang eins unter anderem durch einen von Ronaldo vergebenen Strafstoß (53.). Irans guter Torhüter Ali Beiranvand parierte den Schuss des Weltfußballers, der zuvor selbst gefoult worden war. Den Führungstreffer von Ricardo Quaresma (45.) glich Karim Ansarifard vor 41.685 Zuschauern in Saransk in der Nachspielzeit per Handelfmeter aus (90.+3). Iran ist dennoch ausgeschieden, die Spieler vergossen auf dem Rasen bittere Tränen. Bei einem Sieg, angesichts einer Großchance von Vahid Amiri in letzter Sekunde möglich, wäre „Team Melli“ in der K.-o.-Runde gewesen.

Andres Iniesta schnaufte einmal tief durch, Thiago lächelte erleichtert: Spanien hat nach dem glücklichen Ende einer Zitterpartie gestern Abend in Kaliningrad das nervenaufreibende Fernduell mit Portugal um den Sieg in der Gruppe B gewonnen und trifft nun im Achtelfinale auf Gastgeber Russland.



Dem Weltmeister von 2010 genügte nach einem extrem harten Stück Arbeit und dank eines späten Treffers durch Iago Aspas (90.+1) ein 2:2 (1:1) gegen die schon zuvor gescheiterten Marokkaner. Die Spanier entgingen damit einem Duell mit dem Geheimfavoriten Uruguay.

Khalid Boutaib brachte die bravourös kämpfenden Afrikaner in der 14. Minute in Führung. Isco (19.) gelang in Kaliningrad zwar der schnelle Ausgleich, doch der Favorit tat sich danach enorm schwer und musste sogar das 1:2 durch Youssef En Nesyri (81.) hinnehmen.

Nach Spielende konnten sich die Spanier dennoch über den Gruppensieg freuen, weil Portugal im Parallelspiel in der Nachspielzeit noch das 1:1 gegen Iran kassiert hatte. In dem ganzen Trubel geriet zur Nebensache, dass Spanien auch einem peinlichen Vorrunden-Aus wie dem vor vier Jahren bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien entgangen war.