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Pferde trotzen der tropischen Hitze

 Sieger des Großen Preises von Pirmasens wurde Dirk Hauser vom Galmbacher PS Team auf Embassy. Foto: Andreas Faas
Sieger des Großen Preises von Pirmasens wurde Dirk Hauser vom Galmbacher PS Team auf Embassy. Foto: Andreas Faas
Zweibrücken/Winzeln. Steffen Hauter vom RV Großsteinhauserhof war bester Reiter der Region beim viertägigen Turnier "An der Steinmauer" des RFV Pirmasens-Winzeln mit drei ersten Plätzen. Den Höhepunkt des Turniers, den mit 5000 Euro dotierten Großen Preis von Pirmasens, gewann Dirk Hauser vom Galmbacher Pferdesport Team (wir berichteten)

Zweibrücken/Winzeln. Steffen Hauter vom RV Großsteinhauserhof war bester Reiter der Region beim viertägigen Turnier "An der Steinmauer" des RFV Pirmasens-Winzeln mit drei ersten Plätzen. Den Höhepunkt des Turniers, den mit 5000 Euro dotierten Großen Preis von Pirmasens, gewann Dirk Hauser vom Galmbacher Pferdesport Team (wir berichteten). Die einheimischen Reiter zeigten ansprechende leistungen. Jeweils sechs erste, zweite und dritte Plätze und mehr als 40 Platzierungen sprechen eine deutliche Sprache.Bereits zum Turnierauftakt siegte Holger Bradfisch mit seinem Pferd "Pernod" in der Hunterklasse. Lisa Heim mit "Mister Ed" holte in der Punktspringprüfung (Klasse L) einen weiteren Sieg für die Gastgeber. Am Samstag siegte zunächst Anna Wendel mit "Springster" in der Zwei-Phasen-Springprüfung (Klasse L). Danach gewann Anne Kennel auf "Valentino"die erste Dressurprüfung. sich. Am Sonntag machten Lara Guterl auf "Bonton" und Lukas Schwender auf "Laretta" beim Reiter-Wettbewerb das halbe Dutzend voll.Steffen Hauter vom RV Großsteinhauserhof war der erfolgreichste Reiter aus der Region. Drei Mal siegte der Nationenreiter und mehrfache Pfalz-Meister und erzielte noch fünf weitere Platzierungen. Profi-Springreiter Stefan Abt vom Dockendorfer RC/Eifel gewann zwar nur eine Sprungprüfung, allerdings verbuchte er insgesamt noch fünf zweite Plätze, einen dritten Rang und 14 Platzierungen. Er war damit der erfolgreichste Reiter.Der Höhepunkt war der Große Preis von Pirmasens, der als Springprüfung der Klasse S** mit einer Hindernishöhe von 1,45 Metern ausgeschrieben war. Lokalmatador Andreas Eder war ganz nah dran, aber am letzten Hindernis leistete er sich einen Abwurf, was ihm alle Siegchancen nahm. Der ganz große Wurf gelang dann Dirk Hauser blieb mit "Embassy" zwei Mal fehlerlos und mit der schnellsten Runde im Stechen ließ er die Konkurrenz hinter sich. Zum Sieg und dem Gewinn von 5000 Euro gratulierten der Vorsitzende des RFV Pirmasens-Winzeln, Manfred Schenk, und die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer.Entgegen vieler Befürchtungen machte die Hitze den Pferden im Gegensatz zu manchem Reiter und Zuschauer kaum etwas aus. "Turnierpferde sind ja besonders wertvoll. Die Eigentümer passen da schon höllisch auf ihre Tiere auf", sagte Geschäftsführer Karl Lehr. Auch war ständig die Tierärztin Marie Jose Dörr aus Winzeln auf dem Gelände. "Es gab keinen einzigen Zwischenfall. Die Tiere wurden häufig mit Wasser abgespritzt. Notfalls hätte ich Infusionslösungen dabei gehabt", berichtete sie.Heiner Eitel, Breitensportbeauftragter des RFV Winzeln, bedauerte, dass das Dressurreiten hinter den Springreitern fast schon ein kleines Schattendasein fristet. "Ich wünschte mir schon, dass die Dressurreiterei etwas mehr Gewicht hätte", sagte er. Dressurreiten ist äußerst anspruchsvoll, die Ausbildung der Pferde extrem schwierig und zeitaufwändig. Während ein Springreiter maximal eine Minute im Wettkampf steht, fordert eine Dressurprüfung acht bis neun Minuten volle Konzentration von Pferd und Reiter.Das Sommerturnier war rundum ein schöner Erfolg für die Pirmasenser Reiter. "Der Verein hat das Turnier bestens vorbereitet", sagte Karl Lehr. Der Einsatz hat sich gelohnt, denn aus den Reihen der Turnierteilnehmer und Zuschauer gab es ausnahmslos lobende Worte. Vorsitzender Manfred Schenk freute sich: "Alles war zu 100 Prozent positiv, denn das Sommerturnier ist in jeder Hinsicht bestens gelaufen. Besser geht es fast kaum mehr. Jeder im Verein hat seinen Job gemacht; die Resonanz bei den Reitern war mehr als gut." af "Der Einsatz hat sich gelohnt."Karl Lehr,Geschäftsführer