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Pechstein will doch noch starten

Vancouver. Die Dauer-Affäre Pechstein sorgt nun auch in Vancouver für Unruhe im deutschen Olympia-Team. Am Montag hat die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein überraschend einen Eilantrag beim Ad-hoc-Gericht des Sportgerichtshofes Cas gestellt, um trotz ihrer zweijährigen Doping-Sperre noch den Olympia-Start zu erzwingen

Vancouver. Die Dauer-Affäre Pechstein sorgt nun auch in Vancouver für Unruhe im deutschen Olympia-Team. Am Montag hat die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein überraschend einen Eilantrag beim Ad-hoc-Gericht des Sportgerichtshofes Cas gestellt, um trotz ihrer zweijährigen Doping-Sperre noch den Olympia-Start zu erzwingen. Zudem verschärfte sie ihren Kampf gegen die Internationale Eisschnelllauf-Union (ISU) mit einer Strafanzeige wegen Prozessbetrugs. Das neunköpfige Ad-hoc-Gericht, das in einem Eilverfahren entscheidet, muss nun innerhalb von 24 Stunden ein Urteil fällen. Hintergrund des Vorstoßes ist eine Aussage des Anti-Doping-Experten Pierre-Edouard Sottas, der Pechstein trotz ihres abnormalen Retikulozyten-Profils plötzlich vom Doping-Vorwurf entlastet. Experten räumen der Berlinerin wenig Chancen auf einen Olympia-Start ein. dpa