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Fußball
Paris St. Germain macht ernst bei Toptalent Mbappé

 Monacos Kylian Mbappé steht vor einem Wechsel nach Paris.
Monacos Kylian Mbappé steht vor einem Wechsel nach Paris. FOTO: dpa / Martin Rickett
Paris. Der 18-jährige Franzose wird AS Monaco verlassen. Zunächst soll er ausgeliehen werden. So will PSG die Uefa-Regeln einhalten.

Paris St. Germain bastelt am zweiten Mega-Transfer und sorgt im europäischen Fußball für das nächste Beben. Nach der Verpflichtung von Neymar vom FC Barcelona für die Weltrekord-Summe von 222 Millionen Euro will sich der französische Vizemeister auch Supertalent Kylian Mbappé (18) vom AC Monaco angeln – erst ausleihen und später für 180 Millionen Euro plus Bonus kaufen.

Durch diese Konstruktion sollen Sanktionen durch das Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union (Uefa) vermieden werden. Mbappé war in der vergangenen Saison mit 15 Toren maßgeblich am Titelgewinn von Monaco beteiligt und könnte in Paris an der Seite von Neymar und Edinson Cavani stürmen.

Um die Regeln einzuhalten, müsste Paris bei einer Mbappé-Verpflichtung allerdings mehr denn je Spieler teuer verkaufen. Denn das Financial Fair Play (FFP) besagt, dass ein Verein mit seinen Transferaktivitäten in den zurückliegenden drei Jahren ein Minus von maximal 30 Millionen Euro erwirtschaften darf. Als Kandidat für einen Verkauf wird seit geraumer Zeit Weltmeister Julian Draxler (23) gehandelt, der erst im Winter nach Paris gewechselt war.



Der allein würde bei weitem nicht reichen, um den Neymar-Transfer zu kompensieren – falls damit überhaupt gegen die Richtlinien verstoßen wurde. Gerüchten zufolge soll der Deal nämlich über Umwege mittels eines Sponsorenvertrages bewerkstelligt und das FFP somit umgangen worden sein. „Wir beobachten die Lage. Das Transferfenster ist noch nicht geschlossen“, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin und drohte: „Ich hoffe, die Vereine haben es gelernt. Wenn nicht, bringen wir es ihnen bei.“

Den Vorwurf, nur die Kleinen zu sanktionieren, wollte Ceferin nicht akzeptieren. „Wir checken jeden Club. Wir werden nach diesem Transferfenster und Abschluss unserer Prüfungen die Regeln genau anlegen, für alle gleich“, sagte er: „Wenn wir unsere eigenen Regeln nicht respektieren, können wir den Laden dichtmachen.“

Neymar hatte für fünf Jahre in Paris unterschrieben. Seine Transfersumme, die von der Uefa auf die Vertragsdauer aufgeteilt wird, war mehr als doppelt so hoch wie die des bisherigen Spitzenreiters Paul Pogba (Frankreich) und hatte eine breite Debatte ausgelöst. Einen großen Teil der Einnahmen investiert Barca in den Kauf von Flügelstürmer Ousmane Dembélé, der für 105 Millionen Euro plus Boni von bis zu 42 Millionen Euro von Borussia Dortmund kommt. Seit gestern ist der Deal endgültig perfekt.