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Paarlauf: Savchenko und Massot dürfen nicht zu Wettkämpfen

Wiesbaden. Für Aljona Savchenko und ihren neuen Partner Bruno Massot sind es schwierige Wochen. Weil die Freigabe des französischen Verbandes für Massot fehlt, dürfen die beiden Eiskunstläufer weder bei Wettkämpfen noch bei Shows starten. Agentur

Und das hat finanzielle Folgen. "Ich lebe derzeit vor allem von meinen Ersparnissen", klagt Savchenko: "Es macht uns sehr traurig, dass der französische Verband nicht die Menschen sieht, die von solchen Situationen betroffen sind."

"Es gibt derzeit keinen direkten Kontakt zum Verband", sagt Massot. Wenn der Verband hart bleibt, muss sich der 25-Jährige wegen des Wechsels zum deutschen Verband zwei Jahre gedulden. Die 30 Jahre alte fünfmalige Weltmeisterin Savchenko ist die treibende Kraft. Sie hat ein Ziel, und dafür kämpft sie mit hohem Einsatz: Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang in Südkorea soll endlich die Goldmedaille her.

"Ich bin noch nicht am Ende", sagt die gebürtige Ukrainerin. Ihr bisheriger Partner Robin Szolkowy hatte nach dem Gewinn des fünften Weltmeistertitels im März seine Karriere mit 34 Jahren beendet. Ein neuer Partner musste her. Die Wahl fiel auf Massot, der 2012 französischer Meister geworden war.

Seit April trainieren die beiden gemeinsam, zunächst in Chemnitz, nach dem Bruch mit ihrem Erfolgstrainer Ingo Steuer seit einigen Wochen unter Alexander König in Oberstdorf. Auf Steuer ist sie schlecht zu sprechen: "In der jetzigen Situation brauchen wir jemanden, der uns unterstützt, nicht jemanden, der es uns extra schwer macht."

Bei den deutschen Meisterschaften am 13. und 14. Dezember in Stuttgart werden beide mit einem Kurzprogramm außer Konkurrenz laufen. Trotz aller Probleme im Moment sei sie froh, wie alles gelaufen sei, sagt Savchenko. Selbst nochmals die Staatsbürgerschaft zu wechseln, um mit einem neuen Partner Gold zu gewinnen, habe sie allerdings nie erwogen. "Das würde ich nicht nochmal machen. Ich liebe Deutschland."