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Ovtcharov und Boll treffen beim Weltcup auf „zwei Riesen“

Düsseldorf. Die deutschen Top-10-Stars Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll wollen beim Weltcup in Düsseldorf einen Coup gegen die Chinesen landen. Realistische Chancen rechnen sich beide allerdings nicht aus. sid

Das deutsche Spitzenduo Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll unternimmt beim Tischtennis-Weltcup in Düsseldorf den x-ten Anlauf auf einen Coup gegen die Asse aus dem Reich der Mitte. Europameister Ovtcharov will sich jedoch vor dem wichtigsten Einzelturnier der Welt nach Olympia und WM mit den erhofften Traumduellen mit Olympiasieger und Weltmeister Zhang Jike sowie dem früheren Titelgewinner Ma Long auch keinen Illusionen hingeben: "Die Chinesen kennen bei solchen Turnieren eigentlich nur zwei Verfassungen : entweder extrem stark oder übermächtig stark."

Dass die asiatischen Abo-Weltmeister dennoch verwundbar sind, haben die beiden Lokalmatadoren selbst schon mehrfach bewiesen: Ovtcharov düpierte den exzentrischen Grand-Slam-Sieger Zhang zuletzt im Endspiel der Team-WM in Tokio und hatte im Vorjahres-Halbfinale in Belgien den Weltranglistenersten Xu Xin an den Rand einer Niederlage gebracht; Boll begründete seinen Ruf als "China-Schreck" auch durch seine Weltcup-Triumphe 2002 und 2005 mit Siegen gegen gleich mehrere Chinesen.

"Es muss schon alles passen, damit solche Erfolge gegen die Chinesen möglich sind", meint EM-Rekordchampion und Lokalmatador Boll zu den Chancen. Zum Auftakt trifft Ovtcharov im Achtelfinale auf Bolls indischen Klubkollegen Sharath Kamal Achanta, während Routinier Boll gegen den Franzosen Adrien Mattenet an den Tisch muss. "Wir sind Profis genug, erst an unser Achtelfinale und nicht schon an das Viertelfinale zu denken", erklärten beide deutsche Hoffnungsträger am Freitagabend nach der Auslosung. Durch die Umstellung auf den K.o.-Modus ab dem Achtelfinale erwartet Ovtcharov keine Kaltstart-Probleme: "Ich finde es besser, dass es direkt zur Sache geht."