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"Ohne Abwehr gespielt"

 Eine deutliche Leistungssteigerung bei der Niederlage in Wittlich zeigte nur SV-Torjägerin Alexandra Depta (Archiv). Foto: pma
Eine deutliche Leistungssteigerung bei der Niederlage in Wittlich zeigte nur SV-Torjägerin Alexandra Depta (Archiv). Foto: pma
Zweibrücken. Enttäuscht sind die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken und ihr Trainer Axel Koch. Nach drei Spieltagen liegen sie mit 2:4-Punkten in der Oberliga nur auf dem neunten Platz. .Die Unzufriedenheit war nach der 33:37 (17:17)-Niederlage bei der HSG Wittlich (wir berichteten) deutlich zu spüren. Dabei sah es zunächst noch keineswegs nach einer Niederlage aus Von Merkur-Mitarbeiter Christian Gauf

Zweibrücken. Enttäuscht sind die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken und ihr Trainer Axel Koch. Nach drei Spieltagen liegen sie mit 2:4-Punkten in der Oberliga nur auf dem neunten Platz. .Die Unzufriedenheit war nach der 33:37 (17:17)-Niederlage bei der HSG Wittlich (wir berichteten) deutlich zu spüren. Dabei sah es zunächst noch keineswegs nach einer Niederlage aus. Die Zweibrücker bestimmten die Partie und führten kurzzeitig mit 3:1 und 6:4, ehe die Gastgeber erstmals zum 10:10 ausglichen. Zu Beginn der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. Die Gastgeberinnen, die bereits gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten Roude Leiw Bascharage mit einem 25:25-Unentschieden aufhorchen ließen, zogen schnell vorentscheidend auf 21:17 davon. Nicht die Niederlage überraschte Axel Koch. Ihn ärgerte, dass "wir eigentlich ohne Abwehr gespielt haben." Indiz für die vom SV-Trainer angeprangerte lasche Deckungsarbeit seiner Frauen: "Wir haben lediglich zwei Gelbe Karten und eine Zeitstrafe bekommen." Zwei Gelbe Karten Im Spiel zeigten sich die Abwehrprobleme seiner Mannschaft insbesondere auch darin, dass Koch alle möglichen Abwehrvarianten spielen ließ, ohne die keineswegs überragenden Wittlicher Angreiferinnen in den Griff zu bekommen. In der Anfangsphase wählte er die 3:2:1-Formation, danach eine 5:1-, dann die defensive 6:0-Variante und schließlich in der Schlussphase sogar noch die offene Manndeckung.Da seine Mannschaft in keiner gewählten Formation eine gewisse Sicherheit bekam, lief den Zweibrückerinnen das Spiel weg. Als die 64erinnen dann in der 48. Minute beim 27:29 in eigener Überzahl zwei Gegentore kassierten, war die Moral gebrochen. "Positiv war lediglich die Angriffsleistung von Alex Depta", lobte Koch seine Rückraumspielerin, wegen ihrer deutlichen Leistungssteigerung. Mit 14 Treffern, davon fünf Siebenmeter, war Depta auch gefährlichste Angreiferin.



Auf einen BlickSV-Torschützinnen: Alexandra Depta 14/5, Kathrin Leiner 5, Katharina Leonhardt 4, Denise Krämer 4, Laura Witzgall 3, Marion Weick 1, Sarah Witzgall 1, Sarah Herl 1. cg