| 23:25 Uhr

Nur eine halbe Sekunde Vorsprung

 Fehlerfrei meisterte Steffen Hauter vom Großsteinhauserhof auf Truman den Parcours im Stechen des S*-Springen, das Andreas Eder mit einer halben Sekunde Vorsprung gewann. Foto: hch
Fehlerfrei meisterte Steffen Hauter vom Großsteinhauserhof auf Truman den Parcours im Stechen des S*-Springen, das Andreas Eder mit einer halben Sekunde Vorsprung gewann. Foto: hch
Gersweiler. Ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die rheinland-pfälzischen Springreiter Andreas Eder (RFV Pirmasens-Winzeln) und Steffen Hauter (RV Großsteinhauserhof) beim großen Hallenturnier im saarländischen Gersweiler Von Merkur-Mitarbeiterin Christina Schneider

Gersweiler. Ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die rheinland-pfälzischen Springreiter Andreas Eder (RFV Pirmasens-Winzeln) und Steffen Hauter (RV Großsteinhauserhof) beim großen Hallenturnier im saarländischen Gersweiler. Nur sieben der 31 angetretenen Paare schafften es im S*-Springen mit Stechen, dem reitsportlichen Höhepunkt dieser dreitägigen Veranstaltung, in den zweiten Umlauf. Neben Eder und Hauter kämpften auch Dirk Hauser (RC Etzenbacher Mühle), Stefan Abt (Dockendorfer RC), Andreas Woll (RFV Neunkirchen-City), Frank Andreas (RFV Dudweiler-Sulzbachtal) und Angelica Augustsson (RuF Pfungstadt) im Stechen um den Sieg in diesem schweren Springen. Wie schon der Normalumlauf stellte auch der 210 Meter lange Stechparcours hohe Anforderungen an die Teilnehmer. Knackpunkte waren nicht nur die komplexe Linienführung und die 1,40 Meter hohen Sprünge, sondern auch das knappe Zeitlimit. Trotz des engagierten Versuchs schaffte es keiner der Reiter, fehlerfrei und unter der erlaubten Zeit von 39 Sekunden zu bleiben. Nah dran waren jedoch Hauter und Eder, die damit das Springen unter sich ausmachten. Im Gegensatz zu den anderen Reitern, die zwar schnell genug unterwegs waren, dafür aber alle einen oder mehr Abwürfe kassierten, blieben beide von Hindernisfehlern verschont. Am Ende hatte jeder von ihnen lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung auf dem Konto, sodass der schnellere Ritt siegte. Während Hauter auf Truman den Parcours in 39,82 Sekunden absolvierte, schaffte es Eder auf Noel in nur 39,32 Sekunden. Damit brachte Pferd und Reiter der kleine, aber feine Unterschied von gerade einmal 0,5 Sekunden den Sieg. "Ich habe leider eine Wendung zu groß angesetzt und dadurch den Sieg verschenkt", analysierte der Zweitplatzierte Hauter, der bei diesem Turnier zahlreiche weitere Platzierungen erritt, seinen Fehler. Dennoch war er mit seinem Ritt in diesem Springen der schweren Klasse zufrieden und gönnte dem Reiterkameraden dessen zweiten S-Sieg. Der dritte Platz im Hauptspringen ging an Augustsson auf L.B. Prevail. Die Amazone ritt zwar Bestzeit (31,14 Sekunden), hatte aber durch einen Abwurf vier Strafpunkte. Weitere Schleifen für Rheinland-Pfalz erritten unter anderem Andreas Rubly vom RFV Bundenbacherhöhe (dritter Platz, A**-Springpferdeprüfung), Eva Raab vom RFV Zweibrücken (vierter Platz, A**-Springen), Kerstin Müller vom RC Etzenbacher Mühle (dritter Platz, L-Springpferdeprüfung), Luisa Braun vom RSV Käshofen (neunter Platz, L-Springen) und Dirk Hauser vom RC Etzenbacher Mühle (dritter Platz, S*-Springen). Insgesamt 16 Dressur- und Springprüfungen von der Anfänger- bis zur schweren Klasse hatten beim RV Gersweiler am Alten Wasserturm auf dem Programm gestanden. Das zweite S*-Springen gewann Frederic Tillmann (RC Gut Neuhaus), in der S*-Dressur siegte Caroline Saur (RFV Geisbüschhof). "Ich habe eine Wendung zu groß angesetzt und dadurch den Sieg verschenkt."Steffen Hauter, RV Großsteinhauserhof