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"Nur der Anfang einer langen Entwicklung"

Sinsheim. Aufsteiger 1899 Hoffenheim will auf Dauer für Furore in der Fußball-Bundesliga sorgen. "Was wir vorhaben, soll in den nächsten zwei oder drei Jahren kein Ende finden. Wir befinden uns erst am Anfang einer hoffentlich langfristigen Entwicklung", sagte Manager Jan Schindelmeiser Von dpa-Mitarbeiter Peter Lahn

Sinsheim. Aufsteiger 1899 Hoffenheim will auf Dauer für Furore in der Fußball-Bundesliga sorgen. "Was wir vorhaben, soll in den nächsten zwei oder drei Jahren kein Ende finden. Wir befinden uns erst am Anfang einer hoffentlich langfristigen Entwicklung", sagte Manager Jan Schindelmeiser. "Dabei ist uns sehr bewusst, wie ambitioniert es ist, die Dynamik der letzten zwei Jahre in die Zukunft zu projizieren." Den Begriff "Projekt" höre er deshalb nicht gerne im Zusammenhang mit dem furiosen Aufstieg der Hoffenheimer, die vorletzte Saison noch in der Regionalliga spielten und nun den zweiten Platz in der ersten Liga besetzen. "Modell" sei passender - denn Projekte hätten schließlich einen Anfang und ein Ende. "Wir wollen Spieler für uns gewinnen, die auf der gleichen sportlichen Entwicklungsstufe stehen wie wir und sich mit uns Schritt für Schritt weiter nach vorn entwickeln", kündigte Schindelmeiser an. Das Durchschnittsalter der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick beträgt zur Zeit 22 Jahre. Der Manager des Neulings kann sich auch 26 Jahre vorstellen - aber nur dann, wenn Spieler, die in jungen Jahren nach Hoffenheim kamen, ihre Verträge verlängern. "Dass wir in einem größeren Maße Spieler verpflichten werden, die deutlich älter sind als 24 oder 25 Jahre, kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen." Erneut wies Schindelmeiser den Vorwurf zurück, der Erfolg in Hoffenheim sei nur auf dem Geld von Mäzen und Milliardär Dietmar Hopp gebaut. "Niemand kann ernsthaft annehmen, dass 1899 Hoffenheim in Bezug auf den Personaletat im Vergleich mit der ersten Hälfte der Bundesliga-Clubs mehr Geld zur Verfügung steht. Geschweige denn mit den Clubs, die internationale Ambitionen haben", erklärte er. Die Etats dieser Clubs seien zwei- bis fünfmal höher. Die Gefahr der Abwerbung von Profis durch andere Clubs ist Schindelmeiser bewusst. "Mit Bayern, Bremen, Schalke, Hamburg, Dortmund, Leverkusen und einigen anderen können wir, was die Gehälter angeht, derzeit gar nicht im Wettbewerb stehen. Aber die Jungs wollten einfach nur spielen und nicht bei einem Verein mit der klaren Ambition Champions League in der zweiten Reihe stehen."