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Nullnummer im Tabellenkeller

Stuttgart. Huub Stevens steht wohl vor dem Aus als Trainer des VfB Stuttgart. Der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga kam zum Auftakt des 24. Spieltags am Freitagabend nicht über ein 0:0 gegen Hertha BSC hinaus. sid-Mitarbeiter Ruben Stark

Die Tage von Huub Stevens als Trainer des VfB Stuttgart sind vermutlich gezählt. Im Abstiegskrimi gegen Hertha BSC kam das Bundesliga-Schlusslicht am Freitagabend nicht über ein torloses Remis hinaus - wohl zu wenig, um den 61 Jahre alten Niederländer noch im Amt zu halten. In Alexander Zorniger soll Gerüchten zufolge der Nachfolger bereits in den Startlöchern stehen. Der VfB bleibt nach dem achten sieglosen Spiel hintereinander auf dem letzten Tabellenplatz hängen und ist dem zweiten Erstliga-Abstieg der Vereinsgeschichte einen weiteren Schritt näher. Aber auch für die Berliner ist die Lage weiterhin prekär. Der Teilerfolg in Stuttgart war nicht genug, um sich aus dem Bundesliga-Keller zu befreien. Der Abstand zum VfB bleibt bei lediglich fünf Punkten.

Der VfB war zwar engagiert, aber unterm Strich wie so oft offensiv zu limitiert. Aus durchaus vorhandenen Drangphasen schlug die Elf von Stevens, der Ende November auf Armin Veh gefolgt war, deshalb nicht das nötige Kapital. Hertha dagegen hielt lange an seinem Defensivkonzept fest und riskierte offensiv aber nicht genug. Die Schwaben begannen das Schlüsselduell leidenschaftlich, aber gleich auch etwas übereifrig. Manch gut gemeinter Offensivansatz fiel diesem unkontrollierten Bemühen zum Opfer. Die Berliner setzten aus ihrer verhaltenen Grundordnung mit schnellen Gegenstößen auf die Beweglichkeit ihrer einzigen Spitze Salomon Kalou.

Bei Stuttgart suchte vor allem Alexandru Maxim die Verantwortung für das Angriffsspiel, doch auch der Rumäne vermochte sich nicht entscheidend durchsetzen. Der Begegnung des schwächsten Heimteams gegen die schwächste Auswärtsmannschaft wurde so zu einem Geduldsspiel, in dem VfB-Flügelstürmer Timo Werner (14.) die erste große Möglichkeit ausließ.

Stevens' Elf band die Mannschaft von Pal Dardai mit zunehmender Spielzeit verstärkt in der eigener Hälfte. Im zweiten Abschnitt nahm die Hektik zu. Viele Zweikämpfe und Fouls unterbrachen den Spielfluss, auch wenn der VfB weiterhin optische Vorteile hatte. Hertha vergab zwei gute Konterchancen.