| 21:25 Uhr

Norwegen, immer wieder Norwegen

 Ariane Hingst kann bei der EM nicht mehr spielen. Foto: dpa
Ariane Hingst kann bei der EM nicht mehr spielen. Foto: dpa
Helsinki. Beim abermaligen Duell mit dem skandinavischen Dauerrivalen Norwegen im EM-Halbfinale hoffen die deutschen Fußballerinnen auch ohne die am Knie verletzte Ariane Hingst auf ein Déjà vu. "Ich war beeindruckt, wie Norwegen den Mitfavoriten Schweden aus der EM gekickt hat

Helsinki. Beim abermaligen Duell mit dem skandinavischen Dauerrivalen Norwegen im EM-Halbfinale hoffen die deutschen Fußballerinnen auch ohne die am Knie verletzte Ariane Hingst auf ein Déjà vu. "Ich war beeindruckt, wie Norwegen den Mitfavoriten Schweden aus der EM gekickt hat. Sie sind jetzt richtig angekommen im Turnier und haben viel mehr Selbstbewusstsein als beim 0:4 gegen uns im ersten Spiel", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid vor der heutigen Partie gegen den Europameister von 1987 und 1993 (18 Uhr/ARD und Eurosport) in Helsinki. Torhüterin Nadine Angerer warnte: "Wir sollten uns nicht täuschen lassen. Norwegen hat noch eine Rechnung aus dem ersten Spiel mit uns offen und will Revanche." Vor 14 Tagen war Titelverteidiger Deutschland zum EM-Auftakt über Norwegen hinweggefegt. Doch das zähle alles nun nicht mehr, betonte auch Linda Bresonik am Sonntag: "Wir werden auf eine ganz andere Mannschaft treffen als in der Gruppenphase." Zumal sich die deutsche Mannschaft im Auftaktmatch schwerer getan hatte als es das klare Ergebnis ausdrückt. Bresonik war in Tampere erst in der 33. Minute per Elfmeter die Führung gelungen, die Tore zwei bis vier fielen in den letzten fünf Spielminuten. "Wenn Norwegen erstmal führt", ergänzte Neid, "ist es sehr schwer, gegen sie zu spielen. Sie können gefährlich kontern." Wegen der Meniskus-Verletzung von Ariane Hingst ist Neid zur Umstellung gezwungen. Es ist damit zu rechnen, dass die Elf so beginnt wie gegen Italien im zweiten Durchgang nach Hingsts Auswechslung. Das heißt: Sonja Fuss übernimmt die Innenverteidiger-Position neben Annike Krahn, Bresonik weicht nach hinten rechts in der Abwehr aus, und Simone Laudehr rückt dafür ins defensive Mittelfeld. "Ich bin auch neugierig, wo ich spiele", sagte Bresonik, die ein "Kribbeln im Bauch" verspürt und sich "auf beide Positionen einstellt". dpa