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Profifußball in der Coronakrise
Nicht alle Bundesliga-Teams bleiben zuhause

 Das Trainingsgelände des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist verlassen. Die Mannschaft befindet sich nach einem positiven Befund auf das Coronavirus bei einem Spieler aktuell in häuslicher Quarantäne.
Das Trainingsgelände des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist verlassen. Die Mannschaft befindet sich nach einem positiven Befund auf das Coronavirus bei einem Spieler aktuell in häuslicher Quarantäne. FOTO: dpa / Andreas Gora
Frankfurt. Die Corona-Krise hat den Profifußball im Griff, doch einzelne Mannschaften trainieren bereits und starten diese Woche wieder. sid

An diesem Dienstag wird die Deutsche Fußball-Liga die Spielpause in der 1. und 2. Bundesliga verlängern. Die Vereine müssen diese Zeit überbrücken. Aber: Wer macht wann was? Eine Übersicht, wie die Fußball-Bundesligisten in der Corona-Krise trainieren.

Bayern München: Die Bayern-Stars trainieren derzeit im Home Office – auch, um „ein Vorbild zu sein“, wie der Club mitteilte. Vormittags bittet Trainer Hansi Flick die Spieler zu einem virtuellen Training per Video-Liveschaltung. Meistens wird sich mit Gewichten, auf Ergometern oder Laufbändern fit gehalten.



Borussia Dortmund: Der für Montag geplante Einstieg ins Mannschaftstraining wurde verschoben. Nach Rücksprache zwischen Trainer- und Ärzteteam will der BVB nun am kommenden Montag starten.

RB Leipzig: Die Profis des Tabellenzweiten trainierten von Freitag bis Sonntag individuell oder in sehr kleinen Gruppen. Für diese Woche hat Trainer Julian Nagelsmann seine Spieler wieder ins Home Office geschickt.

Borussia Mönchengladbach: Nachdem die Gladbacher unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert hatten, waren zuletzt drei freie Tage angesetzt. Ob und in welcher Form das Training fortgesetzt wird, war zunächst unbekannt.

Bayer Leverkusen: Alle Bayer-Profis befinden sich bis auf Weiteres im Home Office und wurden mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet.

FC Schalke 04: Ursprünglich wollten die Königsblauen am Montag wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen, doch der Club verlängerte das Home Office. Am Freitag sollen sich die Spieler wieder treffen.

VfL Wolfsburg: Nach einem einwöchigen Home Office nahmen die Wölfe an diesem Montag das Training wieder auf. Allerdings in zeitversetzt agierenden Kleingruppen und unter Einhaltung strenger hygienischer Vorsichtsmaßnahmen – und bis auf Weiteres ausschließlich im Vereins-Kraftraum.

SC Freiburg: Die Profis arbeiten individuell zu Hause. Neben Trainingsplänen wurden die Spieler vom Verein mit Spinning-Rädern ausgestattet.

TSG Hoffenheim: Die TSG lässt auch in der aktuellen Woche das Mannschaftstraining vorerst ruhen. Profis und U23-Spieler halten sich weiterhin mit Trainingsplänen individuell zu Hause fit.

1. FC Köln: Die FC-Profis versammeln sich erst wieder am kommenden Freitag auf dem Trainingsgelände. Ob es dann gleich auf den Platz geht, ist ungewiss.

Union Berlin: Ursprünglich wollte der Aufsteiger am vergangenen Freitag wieder gemeinsam trainieren, doch einen Tag vorher entschieden sich die Köpenicker dann doch dagegen. Stattdessen ist das Mannschaftstraining bis 31. März ausgesetzt, und die Profis arbeiten in den eigenen vier Wänden mit individuellen Trainingsplänen.

Eintracht Frankfurt: Nachdem ein zweiter Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, befindet sich die Mannschaft weiter in Quarantäne. Dort sollen die Spieler aber aktiv bleiben und sich möglichst fit halten.

Hertha BSC: Die Berliner befinden sich nach einem positiven Coronafall in der Mannschaft geschlossen in 14-tägiger Quarantäne. Eigentlich sollte das Team am vergangenen Dienstag wieder ins Training einsteigen. Nun arbeitet jeder für sich zu Hause – das Datum für die Rückkehr ins gemeinsame Training ist offen.

FC Augsburg: Die Schwaben wollen das zuletzt ruhende Mannschaftstraining laut Geschäftsführer Stefan Reuter im Laufe dieser Woche „in Gruppen auf dem Platz“ wieder aufnehmen. „Jeder Profisportler will sich, so gut es geht, fit halten. Wenn er zwei Tage Ruhe geben muss, wird er unruhig, und es kribbelt“, sagte Ex-Profi Reuter.

FSV Mainz 05: Die Profis sollen sich weiterhin in „Heimarbeit“ fit halten, der geregelte Trainingsbetrieb bleibt auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Fortuna Düsseldorf: Die Spieler trainieren bis auf Widerruf individuell, bereits seit geraumer Zeit gibt es diese Ansage. Die Profis sind unter anderem mit Spinning-Rädern und Gymnastikmatten ausgestattet worden.

Werder Bremen: Bis vorerst 30. März arbeiten die Hanseaten zu Hause an ihrer Fitness – nach Vorgaben von Trainer Florian Kohfeldt: „Die Spieler haben volle Trainingstage. Was wegfällt, ist das taktische Arbeiten auf dem Platz.“

SC Paderborn: Der normale Trainingsbetrieb ist ausgesetzt. Die Spieler, die sich in Quarantäne befinden, werden bis zum Ende der kommenden Woche zu Hause bleiben. Laut Martin Przondziono, Geschäftsführer Sport, wird es bezüglich der Wiederaufnahme des Trainings „keinen Schnellschuss, sondern besonnene Entscheidungen mit Augenmaß geben“.