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Neuer gegen Messi und Ronaldo

Zürich. Manuel Neuer steht als zweiter deutscher Torhüter nach Oliver Kahn 2002 unter den letzten Drei bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Seine Konkurrenz ist stark: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi teilten sich die letzten sechs Auszeichnungen. Dpa-Mitarbeiterjörg Obergethmann

Für Weltmeister Manuel Neuer wäre es die Krönung eines außergewöhnlichen Jahres. Der Torhüter des FC Bayern München wurde gestern als einer von drei Kandidaten für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres nominiert. Neben dem 28-Jährigen stellen sich im aktuellen Titelträger Cristiano Ronaldo und dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi zwei alte Bekannte dem Votum von Sportjournalisten, Nationaltrainern und Kapitänen. Die Verleihung der "Ballon d'Or" genannten Auszeichnung erfolgt in Zürich am 12. Januar.

"Das ist eine super Nachricht und eine sehr große Ehre für mich. Dass ein Torwart nominiert wird, ist ja nicht selbstverständlich. Das habe ich aber in besonderem Maße auch meinen Mannschaften zu verdanken. Mit dem FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft haben wir ein großartiges Jahr 2014 gespielt und Titel gewonnen", sagte Neuer. Er könnte die Nachfolge von Lothar Matthäus antreten, der 1991 als bisher einziger Deutscher zum Weltfußballer gewählt worden war. Als bisher letzter deutscher Torwart war 2002 Oliver Kahn für die Endauswahl nominiert worden, musste sich aber bei der Abstimmung dem Brasilianer Ronaldo geschlagen geben.

"Ich freue mich sehr für Manuel. Er hat bei der Weltmeisterschaft, aber auch in der Champions League und der Bundesliga überragende Leistungen geboten und Titel gewonnen", lobte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Torwart, der in der laufenden Saison in der Liga erst drei Gegentore hinnehmen musste.

Für die Liste der Weltauswahl 2014 des Fußball-Weltverbandes Fifa mit 55 Namen wurden in Neuer, Bastian Schweinsteiger , Toni Kroos , Mesut Özil , Jerome Boateng, Mats Hummels , Thomas Müller und dem inzwischen aus der Nationalelf zurückgetretenen Philipp Lahm acht Weltmeister nominiert. Dazu kommen Marco Reus , der das Turnier in Brasilien wegen einer Verletzung verpasst hatte, sowie in David Alaba, Xabi Alonso , Robert Lewandowski , Franck Ribéry und Arjen Robben weitere Bayern-Profis.

Bei der Wahl zum Trainer des Jahres zählt Joachim Löw zu den Finalisten. Der Weltmeister wurde mit Carlo Ancelotti , dem Trainer von Champions-League-Sieger Real Madrid , und Diego Simeone, Trainer des spanischen Meisters Atletico Madrid nominiert.

Eine der Kandidatinnen für die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres ist Nadine Keßler. Europas Spielerin des Jahres vom VfL Wolfsburg steht mit der fünfmaligen Weltfußballerin Marta aus Brasilien und der US-Amerikanerin Abby Wambach zur Wahl. "Ich kann es noch gar nicht fassen, sondern bin total überwältigt. Ich freue mich schon auf die Veranstaltung", meinte Keßler.

Als Frauenfußball-Trainer wurden Ralf Kellermann von Champions-League-Sieger VfL Wolfsburg , Maren Meinert, die mit den deutschen Juniorinnen den U20-WM-Titel holte, sowie Japans Trainer Norio Sasaki nominiert.

Zum Thema:

Auf einen BlickFinalisten bei den Männern: Cristiano Ronaldo (Portugal), Lionel Messi (Argentinien), Manuel Neuer (Deutschland ).Finalisten bei den Frauen: Nadine Keßler (Deutschland ), Marta (Brasilien) und Abby Wambach (USA).Finalisten Männer-Trainer: Carlo Ancelotti (Italien/Real Madrid ), Joachim Löw (Deutschland /deutsche Nationalelf) und Diego Simeone (Argentinien/Atlético Madrid ).Finalisten Frauen-Trainer: Ralf Kellermann (Deutschland /VfL Wolfsburg ), Maren Meinert (Deutschland /deutsche U19- und U20-Nationalmannschaft) und Norio Sasaki (Japan/japanische Nationalmannschaft). red