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Neu ist neu auf der Käshofer Straße

Homburg. Die L120/L462 "Käshofer Straße" wird an diesem Wochenende wieder zur 2,6 Kilometer langen Rennstrecke. Der Homburger Automobilclub HAC lädt zur 36. Auflage des ADAC Bergrennens ein. Rund 130 Fahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden in den zahlreichen Klassen um den Sieg kämpfen. Der HAC ist selbst mit 15 Fahrern vertreten Von Merkur-Mitarbeiter Markus Hagen

Homburg. Die L120/L462 "Käshofer Straße" wird an diesem Wochenende wieder zur 2,6 Kilometer langen Rennstrecke. Der Homburger Automobilclub HAC lädt zur 36. Auflage des ADAC Bergrennens ein. Rund 130 Fahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden in den zahlreichen Klassen um den Sieg kämpfen. Der HAC ist selbst mit 15 Fahrern vertreten. Kai Neu (Foto: mh) aus Homburg ist ein Neuling. Der 25-jährige Automechaniker wird zum ersten Mal bei seinem "Heimrennen" selbst fahren. "Seit einigen Jahren bin ich mit einem Abschleppwagen dafür verantwortlich, Rennwagen aus dem Graben zu ziehen", erzählt er. Irgendwann sagte er sich, dass er selbst einmal ans Steuer eines Rennwagens will. Im letzten Jahr kaufte er sich einen Ford Escort RS 2000 mit 220 PS. Der Gebrauchtwagen war zuvor bei der DTM im Einsatz, also ein Rundstreckenfahrzeug. "Für das Bergrennen wurde die Vorderachse geändert, ein kleinerer Tank eingebaut und auch die Auspuffanlage geändert", berichtet Neu. Im April fuhr er drei Slalomrennen. In Lorsch war Neu erstmals im Histo-Berg-Cup am Start. In Wolfsfeld fuhr er bei seinem ersten offiziellen Bergrennen. Leider fiel das Auto wegen eines Defektes der Benzinpumpe aus. Neu: "Ich bin noch in der Lernphase. Daher will ich von Platzierungen und Zielen noch nicht sprechen." Für sein Auto sucht er übrigens noch ein "kurzes Getriebe", um seine Kurvenbeschleunigung zu verbessern. Beim Homburger Bergrennen wird er in der Gruppe H bis zwei Liter starten. Rund 35 Teilnehmer sind hier am Start. "Die Zeiten werden eng zusammenliegen", blickt Neu voraus. Gespannt ist er schon, wie er sich bei seinem ersten Homburger Bergrennen schlagen wird. Im Kampf um die Gesamtwertung sind die Schweizer Favoriten. Marcel Steiner aus dem Berner Oberland, amtierender Deutscher Meister der Division II und Vorjahressieger, gilt mit seinem 380 PS starken Martini-Sportwagen als erster Anwärter auf den Gesamtsieg. Der Schweinfurter Uwe Lang (Deutscher Meister 2007) und der Happurger Jörg Weidinger gehören ebenfalls zu den Topfavoriten. Urs Müller aus der Schweiz will vorne dabei sein. Bei den PS-Giganten der Tourenwagenfahrer kommen die Sieganwärter ebenfalls aus der Schweiz. Der Aargauer Reto Meisel stellte im letzten Jahr mit 1:12,107 Minuten einen neuen Streckenrekord für Tourenwagen für Homburg auf. Er fuhr in einen Mercedes 190 mit einem Judd-V/Formel-1-Triebwerk. Bruno Lanniello wird nach elf Jahren Pause wieder dabei sein. Der in der Nähe von Basel lebende Schweizer wird mit einem Lancia Delta S4 mit 500 PS dabei sein. Trainingszeit ist am Samstag von acht bis 18 Uhr. Das Rennen selbst findet am Sonntag ab zehn Uhr statt. Tageskarten kosten zehn Euro (Samstag) und 15 Euro (Sonntag). Es gibt aber auch Wochenendkarten für 15 Euro (Erwachsene). Jugendliche zahlen jeweils fünf Euro für die Einzel- oder Dauerkarte.