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Nervenkitzel vom Neunmeterpunkt

Contwig. Ausgezeichneten Fußball bot der Nachwuchs aus Zweibrücken, Zweibrücken-Land und dem Umland am Wochenende beim 15. Hallenturnier der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in Zusammenarbeit mit dem Pfälzischen Merkur für F- und E-Jugendmannschaften in der Turnhalle der Goetheschule in Contwig Von Merkur-Mitarbeiter Marco Wille

Contwig. Ausgezeichneten Fußball bot der Nachwuchs aus Zweibrücken, Zweibrücken-Land und dem Umland am Wochenende beim 15. Hallenturnier der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in Zusammenarbeit mit dem Pfälzischen Merkur für F- und E-Jugendmannschaften in der Turnhalle der Goetheschule in Contwig. Ein Heimspiel hatten Mannschaften des SV Palatia Contwig, denn die Einheimischen waren Ausrichter der Turniere. Die Verantwortlichen um Jugendleiter Patrick Lohr hatten alle Hände voll zu tun, doch sie meisterten diese Aufgabe ausgezeichnet. Für die Ausgeglichenheit der Mannschaften, die sich auch taktisch schon bestens aufgestellt zeigten, spricht, dass viele Spiele erst im Neunmeterschießen entschieden wurden.Ein verheißungsvoller Auftakt gelang bereits am Samstagmorgen in der Schulturnhalle. Von Langeweile keine Spur. Kurzeitige Hektik kam beim E-Jugendturnier mit 15 Mannschaften eigentlich nur auf, als der Nachwuchs des F-Jugendturniers in der Halle eintraf und seinen Platz auf der Tribüne suchte, während die Endrundenspiele bei der E-Jugend noch liefen. Mit 13 Mannschaften war das E-Jugenturnier ein richtiger Marathon für Spieler, Betreuer, Offizielle und die Eltern auf der Tribüne. Zu den Favoriten gehörten vor dem ersten Anstoß sicherlich die Palatia Contwig mit dem Heimvorteil im Rücken und die erfolgsverwöhnte E 1 des TSC in der Punktrunde. Die Jugendmannschaften des Oberligisten SVN Zweibrücken erweiterten diesen Kreis. Sie traten mit gleich drei Teams an.

Dieses Orakeln im Vorfeld bewahrheitete sich nach der Gruppenphase. Im Halbfinale bekam es die Palatia mit der ersten Mannschaft des SVN zu tun. Hier bewiesen die Spieler, dass ein torloses Remis in der Halle bei acht Minuten Spielzeit nichts Ungewöhnliches ist und zudem attraktiv und spannend sein kann. Hin und her ging es zwischen den beiden Mannschaften. Als nach der regulären Spielzeit die Torhüter sich immer noch keine Blöße gegeben hatten, musste ein Neunmeterschießen in den Finalspielen die Entscheidung bringen. In diesem Spannungsfeld zwischen dem Torhüter und dem Schützen zeigte der SVN-Nachwuchs die besseren Nerven und sicherte sich mit 2:1 den Finaleinzug.



Torhüter im Mittelpunkt

Ein identischer Ablauf kennzeichnete auch das zweite Halbfinale zwischen dem TSC und dem SVN II. Nach der regulären Spielzeit ging es auch hier zum ominösen Punkt. Dieses Mal hatte TSC-Keeper Oktay Haliloglou das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als der entscheidende Schuss des Niederauerbachers am Pfosten landete. Das Traumfinale aus SVN-Sicht, Erste gegen Zweite, die sich mit einem 4:3-Sieg im Neunmeterschießen gegen die JSG Großsteinhausen als bester Gruppenzweiter durchgesetzt hatten, war geplatzt. Bei der Palatia-Auswahl schien nach dem verpassten Einzug ins Endspiel die Moral angeknackst. Sie waren beim 0:3 gegen den SVN II chancenlos und belegten in der Endabrechnung Platz vier.

Spannender ging es im Endspiel zu. Angetrieben von ihrem Coach Hakan Haliloglou kämpften sich die TSCler an den frühen Zwei-Tore-Vorsprung des SVN-Teams mit Trainer Angelo Martuccio wieder heran. Doch alle Bemühungen waren umsonst. Die im traditionellem Blau spielenden Niederauerbacher schlugen im richtigen Moment eiskalt zu und sicherten sich verdient mit 4:2 den Turniersieg. Als bester Torwart wurde Marc Ackermann von der JSG Großsteinhausen ausgezeichnet.

Den Titel bei der F-Jugend sicherte sich die zweite Mannschaft des TSC Zweibrücken. Sie setzte sich im Endspiel mit 4:2 nach Elfmeterschießen gegen den SV Hornbach durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es noch 1:1 gestanden, nachdem die Zweibrücker die Führung in den Schlusssekunden noch ausgeglichen hatten. Kleines Trostpflaster für die Hornbacher: Jonathan Hoffmann wurde zum besten Torhüter gekürt. Im Halbfinale hatte sich der spätere Turniersieger mit 1:0 gegen die TSG Mittelbach-Wattweiler, die sich als bester Gruppenzweiter nach Neunmeterschießen gegen SG Grenzland I und TSC I durchgesetzt hatte, fürs Finale qualifiziert. Der Hornbach hatte gegen die SG Rieschweiler nach einem 0:0 mit 5:4 nach Neunmeterschießen die Nase vorn. Die TSG Mittelbach sicherte sich mit einem 3:2-Sieg gegen die SGR den dritten Platz. Bereits in der Vorrunde hatte der TSC ohne Gegentor mit Siegen gegen VB Zweibrücken (6:0), SG Grenzland (1:0) und SGR II (5:0) resdtlos überzeugt.

Die F-Jugendspieler des TSC II waren auch außerhalb des Spielfeldes in der Turnhalle der Goetheschule Spitze. Foto: Verein
Die F-Jugendspieler des TSC II waren auch außerhalb des Spielfeldes in der Turnhalle der Goetheschule Spitze. Foto: Verein