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Auch Werner und Gündogan fraglich
Löw ruft den Personalnotstand aus

Dortmund. Zehn Spieler fallen für Test am Mittwoch gegen Argentinien aus, weitere sind fraglich. dpa

Die Ausfallmisere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weitet sich vor den anstehenden Länderspielen immer mehr aus. Stürmer Timo Werner von RB Leipzig leidet an einem grippalen Infekt, Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan von Manchester City hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Der Einsatz der beiden im Testspiel an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Dortmund gegen Argentinien und im EM-Qualifikationsspiel vier Tage später in Tallinn gegen Estland ist zumindest fraglich.

Das teilte Bundestrainer Joachim Löw beim Treffen des DFB-Teams am Montag in Dortmund mit. Ohnehin stehen Löw bereits zehn Spieler wegen Verletzungen nicht zur Verfügung. „Das tut uns natürlich weh“, sagte der DFB-Cheftrainer. „Es häuft sich. Ich war seit gestern nur am Telefon und habe schlechte Nachrichten bekommen. Wir müssen wahrscheinlich nachnominieren“, erklärte Löw, der gestern den gebürtigen Kaiserslauterer Robin Koch in den Kader berief (siehe nebenstehender Text).

Eine Rückholaktion von Mats Hummels schloss der Bundestrainer aus: „An ihn habe ich nicht gedacht. Ich habe vor einigen Wochen gesagt, dass wir erst mal unseren Weg mit den jungen Spielern gehen.“



Wegen einer Schulterluxation konnte auch Matthias Ginter nicht im DFB-Hotel im Dortmunder Süden anreisen. Eine MRT-Untersuchung am Montag bestätigte den Verdacht auf eine schwerere Verletzung. Am Sonntag hatten Real-Madrid-Star Toni Kroos und Jonas Hector passen müssen. Wegen Verletzungen pausieren derzeit auch Leroy Sané, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka, Kevin Trapp, Nico Schulz, Julian Draxler und Thilo Kehrer.

„Ich finde es sehr schade“, sagte Löw. Denn normalerweise sei es schon mit Blick auf die EM-Endrunde 2020 das Ziel gewesen, dass sich die junge Mannschaft richtig einspielen kann. „Jetzt müssen wir immer wieder von vorne beginnen. Das ist natürlich keine gute Voraussetzung. Wir machen das Beste da­raus. Es ist manchmal auch eine Chance für andere, junge Spieler. Aber es ist im Moment ungewöhnlich hart für uns.“

Nach der Ausfallserie rücken auch die erstmals zur A-Nationalmannschaft eingeladenen Neulinge Suat Serdar (Schalke 04) und Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) noch mehr in den Blickpunkt. „Ich war sehr nervös und bin es immer noch“, ver­riet der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler Serdar. Unter Trainer David Wagner erlebt der Jungprofi mit türkischen Wurzeln in Gelsenkirchen einen Aufschwung, der U21-Vize-Europameister traf in fünf Bundesligaspielen in dieser Saison schon dreimal. Nun darf er auf sein Debüt im Löw-Team hoffen.