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Van Dijk ist bester Abwehrspieler der Welt
Der „Räumpanzer“ hat vor niemandem Angst

 Abwehrkante Virgil van Dijk traf beim 4:0 der Niederländer gegen Weißrussland am Donnerstag.   Foto: Hase/dpa
Abwehrkante Virgil van Dijk traf beim 4:0 der Niederländer gegen Weißrussland am Donnerstag. Foto: Hase/dpa FOTO: dpa / Tobias Hase
Amsterdam. Virgil van Dijk ist der teuerste und wohl auch beste Abwehrspieler der Welt. Am Sonntagabend will er wieder zeigen, warum. sid

Längst ist Virgil van Dijk beim FC Liverpool zum wahrscheinlich besten und mit Sicherheit teuersten Abwehrspieler der Welt aufgestiegen. Seine Nationalmannschaft führt der 27-Jährige robust und ballgewandt als Kapitän an, seine Wucht im Offensivkopfball bekam soeben Bayern München zu spüren – wie die deutsche Mannschaft beim 3:0 im Oktober 2018. „Er ist wie ein Räumpanzer“, sagt sein Teammanager Jürgen Klopp.

An diesem Sonntag (20.45 Uhr/RTL) wird sich van Dijk, der 1,93-Meter-Mann mit dem dunklen Haarknoten, wieder den deutschen Stars in den Weg stellen. So scheinbar mühelos, wie er seine Gegenspieler abmeldet, war van Dijks Karriere aber nicht immer. Im April 2012, er spielte beim FC Groningen, kam er als Notfall ins Krankenhaus, mit einer hochkomplizierten Blinddarm-Geschichte. Seine Gesundheit und seine Karriere standen auf dem Spiel. „Nach fast zwei Wochen wurde ich endlich operiert, dann wurde es noch schlimmer. Ich stand unter Schock“, berichtete er kürzlich

Später stellte sich heraus: Seine Ernährung war, vorsichtig ausgedrückt, nicht die beste gewesen. Schon mit 15, 16 habe er „als Tellerwäscher nebenher gearbeitet“, erzählt er: „Damit hatte ich Geld und konnte meine Jungs zu McDonald‘s einladen.“ Als er sich umstellte, lief es auch sportlich viel besser: Er schaffte es über Celtic Glasgow zum FC Southampton in die Pre­mier League. Und von dort für 84 Millionen Euro nach Liverpool.



Wenn ihm doch mal ein Patzer unterläuft wie zuletzt gegen den FC Fulham, hat er dafür eine charmante Erklärung. Er habe nur das Selbstvertrauen seines Elftal-Kollegen Ryan Babel aufpäppeln wollen, sagte er – für das wichtige Spiel gegen Deutschland. Er zwinkerte. Normalerweise verteidigt der Sohn einer surinamesischen Mutter und eines niederländischen Vaters wie die Bank von England. „Ich habe vor niemandem Angst“, sagte van Dijk in einer TV-Show. Und der Lügendetektor, an den er angeschlossen war, machte „Bing!“ Grünes Licht. Es war die Wahrheit.