| 23:42 Uhr

WM-Vorbereitung
„Richtiger Test“ für Neuer gegen Österreich

Mesut Özil (Links), Ilkay Gündogan (Mitte) und Thomas Müller kämpfen beim Mannschaftstraining in Südtirol um den Ball.
Mesut Özil (Links), Ilkay Gündogan (Mitte) und Thomas Müller kämpfen beim Mannschaftstraining in Südtirol um den Ball. FOTO: dpa / Christian Charisius
Eppan. Am Tag nach dem ersten kleinen Praxistest in einem Übungsspiel stand Manuel Neuer in Südtirol schon wieder als Erster auf dem Trainingsplatz. Und das blaue WM-Trikot mit der Nummer 1, das der Weltmeister-Torwart am Vorabend beim 30-Minuten-Einsatz gegen die U20-Auswahl getragen hatte, wird er auch am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) erstmals nach anderthalb Jahren Pause wieder in einem Länderspiel überstreifen. „Stand jetzt wird Manuel gegen Österreich spielen“, verkündete Bundestorwarttrainer Andreas Köpke schon am Dienstag.

Am Tag nach dem ersten kleinen Praxistest in einem Übungsspiel stand Manuel Neuer in Südtirol schon wieder als Erster auf dem Trainingsplatz. Und das blaue WM-Trikot mit der Nummer 1, das der Weltmeister-Torwart am Vorabend beim 30-Minuten-Einsatz gegen die U20-Auswahl getragen hatte, wird er auch am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) erstmals nach anderthalb Jahren Pause wieder in einem Länderspiel überstreifen. „Stand jetzt wird Manuel gegen Österreich spielen“, verkündete Bundestorwarttrainer Andreas Köpke schon am Dienstag.

Neuers persönlicher WM-Countdown läuft. Sein 75. Länderspiel im Wörthersee-Stadion von Klagenfurt muss darüber entscheiden, ob der 32 Jahre alte Bayern-Schlussmann Titelverteidiger Deutschland auch bei der WM in Russland als Kapitän und Nummer 1 anführen wird. „Das ist ein richtiger Test“, erklärte Köpke zur Bedeutung der Österreich-Partie. „Das sind Spiele, die er jetzt braucht.“ Zwei Tage später muss Joachim Löw den vorläufigen Kader von noch 27 Akteuren auf die WM-Größe von 20 Feldspielern und drei Torhütern reduzieren.

Nach der Rückkehr aus Klagenfurt müsse der Trainerstab gemeinsam mit Neuer das „Fingerspitzengefühl“ besitzen, „ob es geht oder nicht“, sagte Köpke. Bedenken, sagte der Torwartcoach, habe er aktuell nicht. Neuer fehle einzig die Wettkampfpraxis. Die Trainingseindrücke seien top. „Es war, als wenn er nicht weggewesen wäre“, äußerte Köpke.



Neuers Mini-Comeback beim 7:1 am Montagabend im 60-Minuten-Test gegen die U20 war nützlich, aber nur bedingt aufschlussreich. „Die Jungs haben nicht so viel zu tun bekommen“, verriet Köpke über die jeweils 30 Minuten im Tor eingesetzten Neuer und Marc-André ter Stegen. „Gegen Österreich wird Manu sicherlich mehr zu tun bekommen“, sagte Köpke: „Spiele helfen ihm jetzt, Sicherheit zu bekommen.“

Wie überzeugt die sportliche Leitung um Löw von Neuers WM-Chance ist, beweist die Tatsache, dass sie ter Stegen im Trainingscamp frühzeitig auf die Zurückstufung zur Nummer 2 vorbereitet. Löw und Köpke haben dem 26 Jahre alten Schlussmann des FC Barcelona „die besondere Situation mit Manu“ in einem Gespräch frühzeitig erläutert, wie der Torwartcoach berichtete.

Ein Votum pro Neuer wäre dennoch keines gegen ter Stegen. „Wir hätten absolut keine Bedenken, mit Marc als Nummer 1 in die WM zu gehen“, versicherte Köpke.

Das Torwart-Thema rückt im Trainingscamp alles in den Hintergrund. Dabei wird auf jeder Position eifrig gekämpft – und erste Trends sind erkennbar. „Es ist richtig Zug drin. Alle wollen sich anbieten“, sagte der in der Abwehr gesetzte Mats Hummels nach einem intensiven Kleinfeldturnier. Besonders auffällig agierte dort Leroy Sané. Der 22 Jahre alte Offensivspieler von Manchester City schoss bei den 1:0-Siegen in den zwei Finalspielen mit seinem blauen Team gegen das weiße von Weltmeister Hummels jeweils das Tor.