| 23:00 Uhr

DFB
Mit Gnabry-Gala zu Platz eins

  Deutschlands Serge Gnabry (2.r) erzielt sein erstes Tor gegen Nordirlands Torwart Bailey Peacock-Farrell. Gnabry ließ beim 6:1-Sieg noch zwei weitere Treffer folgen und steht im DFB-Dress nun bei 13 Toren in 13 Einsätzen.
Deutschlands Serge Gnabry (2.r) erzielt sein erstes Tor gegen Nordirlands Torwart Bailey Peacock-Farrell. Gnabry ließ beim 6:1-Sieg noch zwei weitere Treffer folgen und steht im DFB-Dress nun bei 13 Toren in 13 Einsätzen. FOTO: dpa / Christian Charisius
Frankfurt/Main. Im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland hat die DFB-Elf nur anfangs ein paar Probleme. Nach dem überraschenden Führungstor der Gäste gewann die DFB-Elf mit 6:1 (2:1).

Mit einer Serge-Gnabry-Show ist Deutschland zum Gruppensieg gestürmt und hat sich vor Holland auch einen Platz im besten EM-Lostopf gesichert. Nach zähem Beginn siegte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Nordirland zum Abschluss des großen Umbruchjahres 2019 noch souverän mit 6:1 (2:1). Torgarant Serge Gnabry (19./47./59. Minute) mit einem Dreierpack, Leon Goretzka (43./73.) per Doppelschlag und Julian Brandt (90.+1) sicherten gestern Abend in Frankfurt vor 42 855 Zuschauern den Sieg im letzten Qualifikationsspiel für die Endrunde 2020. Der frühe Rückstand nach einem Tor von Michael Smith (7.) und einem verhaltenen Start wurde mit einem am Ende überzeugenden Sieg noch deutlich wettgemacht.

Löw reist nach dem letztlich überzeugenden Auftritt mit einem positiven Gefühl zur Endrundenauslosung am Samstag kommender Woche nach Bukarest. Dann droht der DFB-Elf aber trotz des Prestigeerfolges mit Platz 1 in der Gruppe C vor dem ewigen Rivalen Niederlande eine schwere EM-Gruppe mit Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal als Kontrahenten. Eine gute Nachricht kam aus Cardiff. Da Ungarn gegen Wales verlor, wird die DFB-Elf im kommenden Sommer alle drei Gruppenspiele vor den Heim-Fans in München bestreiten können.

Der Auftritt gegen die wackeren Nordiren wurde zum Spiegelbild des schwierigen Zwischenjahres. Erst die Tore kurz vor und nach der Halbzeitpause der bestens aufgelegten Münchner Goretzka und Gnabry gaben dem von Löw im Vergleich zum 4:0 gegen Weißrussland gleich auf fünf Positionen veränderten Team die nötige Sicherheit.



„Siege helfen uns weiter, wir wollen die Gruppe als Tabellenführer abschließen“, bekräftigte Löw vor dem Anpfiff im TV-Sender RTL, warnte aber auch: „Den Sieg müssen wir uns erkämpfen.“ Willen und Kampfgeist zeigte die DFB-Elf auch von Beginn an – offenbarte aber zunächst noch Abstimmungsschwierigkeiten. Doch nach dem Führungstor der Gäste steigerte sich die spielfreudige DFB-Elf immer mehr – und überrollte die überforderten Nordiren am Ende förmlich.