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Nachhilfeunterricht für den Nachwuchs

 Der Vorsitzende des Zuchtvereins Zweibrücken und Umgebung, Achim Bauer, tätschelt Erika Watsons Pferd Lucy. Foto: cvw
Der Vorsitzende des Zuchtvereins Zweibrücken und Umgebung, Achim Bauer, tätschelt Erika Watsons Pferd Lucy. Foto: cvw
Zweibrücken. Ungestüm rast die braune Stute durch die Sprungreihe in der großen Gestütsreithalle. Ihre Reiterin Erika Watson hat trotz langjähriger Erfahrung Mühe, das stürmische Pferd zu bremsen

Zweibrücken. Ungestüm rast die braune Stute durch die Sprungreihe in der großen Gestütsreithalle. Ihre Reiterin Erika Watson hat trotz langjähriger Erfahrung Mühe, das stürmische Pferd zu bremsen. "Sonst ist Lucy ganz lieb, nur zwischen den Hindernissen lässt sie sich nicht kontrollieren", erklärt die Vielseitigkeitsreiterin aus Hornbach, die Santissima vor dem Abdecker gerettet hat. Deshalb muss die achtjährige Stute ihre Aufgaben als Springpferd erst kennenlernen.Die beste Gelegenheit hierfür bieten die Reitstunden, die der Zuchtverein Zweibrücken und Umgebung bis Ende Februar im Landgestüt veranstaltet. "Sie richten sich in erster Linie an junge, unerfahrene Pferde und Nachwuchsreiter", erklärt der Vereinsvorsitzende, Achim Bauer. Mit Hans-Günter Klein, Chefbereiter im Landgestüt, unterrichte ein erfahrener Praktiker mit pädagogischem Geschick. Dieser kommandiert: "Noch mal" und legt zwischen je zwei Sprünge einer dreifachen Kombination eine weitere Stange auf. Sie soll Pferd und Reiter helfen, ihre Distanz zu finden. Doch gehorsam lenkt sie Lucy noch einmal über die Hindernisse. Die junge Stute jedoch missversteht die Aufgabe und muss es mit ihrer Reiterin noch einmal probieren. Und siehe, jetzt klappt es. "Man braucht Geduld und Übung", erklärt ihre Reiterin. Der Trainer ist zufrieden und wendet sich den nächsten Reitern zu.

Fünf bis sechs Pferde gehen in jeder der fünf Springstunden an den Start. Die Reiter kommen alle aus der Region. Ihre Teilnahme an dem vom Verein weitgehend gesponsorten Lehrgang haben sie sich durch Arbeitseinsätze bei Veranstaltungen im Landgestüt erworben. "Das ist unser Dankeschön", erklärt Bauer. Nur jeweils 70 Euro bezahlen die Teilnehmer für die Springstunden und die Dressurstunden mit Trainier Dieter Pankok im November und Dezember, inklusive Hallennutzung. "Das Landgestüt kommt uns da entgegen", freut sich Bauer über die gute Zusammenarbeit. cvw

Die Verbandshengstparade am 11. Februar und das große Springturnier vom 16. bis 18. März mit Springprüfungen bis zur Klasse S** sind die kommenden Veranstaltungen.