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Nach Ballack ist jetzt Frings dran

Hamburg. Nach der Aussöhnung mit Michael Ballack will Bundestrainer Joachim Löw auch den zweiten Krisenherd löschen und noch vor dem brisanten England-Länderspiel den Konflikt mit seinen Routiniers zu den Akten legen. Wann genau der Bremer Torsten Frings als zweiter Löw-Kritiker zum Rapport beim DFB-Chefcoach antreten muss, war gestern allerdings unklar

Hamburg. Nach der Aussöhnung mit Michael Ballack will Bundestrainer Joachim Löw auch den zweiten Krisenherd löschen und noch vor dem brisanten England-Länderspiel den Konflikt mit seinen Routiniers zu den Akten legen. Wann genau der Bremer Torsten Frings als zweiter Löw-Kritiker zum Rapport beim DFB-Chefcoach antreten muss, war gestern allerdings unklar. Nach einem Bericht des Fußball-Magazins "kicker" will Löw an heute nach Bremen reisen, wo er am Rande des Champions-League-Spiels von Werder gegen Panathinaikos Athen den für diese Partie gesperrten Frings treffen könnte. Werder Bremen dementierte dies allerdings. Auch Ort und Zeitpunkt des Vier-Augen-Meetings von Löw mit Ballack am vergangenen Donnerstag hatte der DFB vorab wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Ursprünglich sollte Frings kurz vor der Partie gegen England am 19. November in Berlin zum Rapport zitiert werden. Offenbar will Löw aber den brisanten Klassiker so unbelastet wie möglich von den Querelen der vergangenen Wochen mit seinen mosernden Führungsspielern bestreiten. Spätestens mit der für den 13. November erwarteten Nominierung des Kaders soll alle Konzentration dem letzten Länderspiel des EM-Jahres gelten. "Das Gespräch wird in der gleichen Weise geführt wie mit Michael Ballack", hatte Löw eine klare Linie für die Unterredung mit Frings angekündigt. Kapitän Ballack wurde vom Bundestrainer unmissverständlich von England in die DFB-Zentrale nach Frankfurt zitiert. Dem Internetportal "Sport1.de" sagte Löw, es gebe zwischen ihm und Frings "noch einiges zu klären". Wie vor dem Treffen mit Ballack ließ sich Löw daher auch alle Sanktionsmöglichkeiten offen und erhielt dafür vom DFB Rückendeckung. "Das hängt vom Gespräch und natürlich auch seiner Leistung ab", sagte der Bundestrainer zur Zukunft von Frings im DFB-Dress. Der von Löw zuletzt ins zweite Glied verwiesene Bremer war der Stein des Anstoßes für den wochenlangen Disput um Löws Führungsstil und Personalpolitik gewesen. dpa