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Motorsport
Vettel und Leclerc giften sich vor Reise nach Sotschi an

Singapur. Mit Sieger-Adrenalin schickte Sebastian Vettel den schmollenden Charles Leclerc mit einer Warnung in die Nacht. „Du irrst dich, wenn du denkst, dass du größer als dieses Team bist“, sagte Vettel nach seinem befreienden Erfolg beim Formel-1-Rennen in Singapur. dpa

Sein über Platz zwei beleidigter Stallrivale hatte da längst den Frieden bei Ferrari in Gefahr gebracht. Der Zweikampf der Piloten um die Vormacht bei der Scuderia droht zu eskalieren.

Nur mit Mühe wahrte Leclerc beim Jubelbild vor der Ferrari-Garage kurz vor Mitternacht den schönen Schein und rang sich ein Lächeln ab. Kaum ließen die Fotografen die Kameras sinken, eilte der Monegasse davon. Weil er sich von den Ferrari-Strategen hintergangen fühlte, die Vettel zuerst zum Reifenwechsel und damit zum Sieg gelotst hatten.

Sich wieder hinter Vettel anzustellen, das ist mit Leclercs Ehrgeiz nicht vereinbar. Mit zwei Siegen davor in Spa und Monza hatte Leclerc den Nummer-1-Status des Hessen ausradiert. Leclerc ließ Vettel vor der Weiterreise zum Rennen in Sotschi am Sonntag (13.10 Uhr/RTL und Sky) schon mal wissen, dass es sich nur um einen Ausreißer handeln soll. „Ich werde stärker zurückkommen.“