| 21:50 Uhr

Deutsches Tourenwagen-Masters
Rast zeigt schon früh seine Klasse

 René Rast darf sich freuen – von den vergangenen acht Rennen im Deutschen Tourenwagen-Masters hat der Audi-Pilot sieben gewonnen.
René Rast darf sich freuen – von den vergangenen acht Rennen im Deutschen Tourenwagen-Masters hat der Audi-Pilot sieben gewonnen. FOTO: dpa / Hasan Bratic
Hockenheim. DTM-Sieger von 2017 gewinnt beim Saisonauftakt zweites Rennen von Startplatz 16. sid

Alles neu in der DTM – doch das gewohnte Bild an der Spitze: René Rast bleibt auch zu Beginn der Turbo-Ära das Gesicht der Rennserie. Der Meister von 2017 raste am Sonntag in Hockenheim von Startplatz 16 zum Sieg und hat saisonübergreifend nun sieben der vergangenen acht Rennen gewonnen. „Was für ein Tag, ich hatte extrem viel Spaß“, sagte Rast, „schon gestern wäre ja ein Sieg drin gewesen.“ Beim Saisonauftakt am Samstag hatte Rast auf Rang zwei gelegen und den späteren Sieger Marco Wittmann (Markt Erlbach) im BMW unter Druck gesetzt, bis ein Getriebeproblem ihn kurz vor Schluss aus dem Rennen warf.

Der Mindener (25 Punkte) liegt im Klassement nun auf Rang drei hinter Wittmann (34) und dem Niederländer Robin Frijns (31). Nach den Eindrücken des Wochenendes schicken Audi und Rast sich aber an, eine Lücke zu füllen, die Rekordsieger Mercedes und Titelverteidiger Gary Paffett hinterlassen haben. Das Kräfteverhältnis in dieser Saison wird durchaus mit Spannung erwartet, denn die Abwesenheit von Mercedes nach mehr als 30 Jahren und das Debüt von Aston Martin sind bei Weitem nicht das einzig Neue.

Von den schnellsten Boliden der DTM-Geschichte war schon im Vorfeld die Rede, und in Hockenheim stimmten dann auch die Zahlen: In der Qualifikation am Sonntag stellte Pole-Position-Fahrer Philipp Eng einen DTM-Streckenrekord auf, auch auf den anderen Kursen dürften bisherige Bestmarken in diesem Jahr fallen. Denn die neuen Boliden sind leichter und stärker motorisiert. Sie werden nun von Vierzylinder-Turbomotoren angetrieben, mit 610 PS bringen die Autos rund 100 PS mehr auf die Strecke als mit den V8-Saugmotoren des vergangenen Jahres.



Die nächsten beiden Läufe finden in zwei Wochen im belgischen Zolder statt. Insgesamt werden an neun Wochenenden 18 Rennen ausgetragen.