| 00:00 Uhr

Kein Druck
David Schumacher feiert ersten Formel-4-Titel

Hockenheim. Ralf Schumacher fiel seinem Sohn David lächelnd um den Hals und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. „Na klar bin ich stolz auf ihn“, sagte der ehemalige Formel-1- und DTM-Fahrer, nachdem sich der 16-jährige David zum besten Rookie der ADAC Formel 4 gekrönt hatte. sid

Und tatsächlich hat David Schumacher in seiner ersten Saison im Formelsport auf Anhieb gezeigt, dass er die großen Erwartungen, die mit seinem Namen verknüpft sind, erfüllen kann. „Ich spüre keinen Druck aufgrund des Namens, ich konzentriere mich einfach auf die Rennen“, sagte der 16-Jährige, der sich in der Rookiewertung letztlich deutlich gegen Niklas Krütten aus Trier durchsetzte: „Der Rookie-Titel war von Anfang an das Ziel, ich bin sehr glücklich.“

Wohin David Schumachers Weg führt, ist noch nicht klar. 2019 wird er aber wohl nicht mehr in der ADAC Formel 4 starten, deutete sein Vater an. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, über allem steht der Traum von der Formel 1. Zunächst könnte die Formel 3, in der Davids Cousin Mick, der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher, für Furore sorgt, ein Ziel sein.

Die Schumachers wollen nichts überstürzen, die nächsten Schritte werden sie mit Bedacht wählen - wie bereits in der Vergangenheit. In seiner Kartzeit war der Nachwuchspilot noch unter dem Mädchennamen seiner Mutter Cora aktiv und startete als David Brinkmann. „Damit der mediale Druck geringer ist“, erklärte er einst.Erst in seinem letzten Kartjahr 2017 nahm er den Namen seines Vaters an. „Damals kannten mich ja schon alle als David“, sagte er. Und zwar als David, den talentierten Rennfahrer – und nicht einzig als Sohn von Ralf Schumacher. Zu Beginn des Jahres 2018 erfolgte der Wechsel in den Formelwagen. Im Team US Racing CHRS, das von Ralf Schumacher und Gerhard Ungar geleitet wird, sicherte sich David Schumacher die Vizemeisterschaft in der Formel 4 der Vereinigten Arabischen Emirate. Auch in der deutlich stärkeren deutschen Serie hielt er auf Anhieb gut mit und fuhr regelmäßig in die Top Ten. Das war der Lohn harter Arbeit, betonte Schumacher: „Es wird einem nichts geschenkt, man muss für den Erfolg viel tun.“