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Motorsport
Hülkenberg gehen die Optionen aus

Singapur. Der geplante Wechsel des Formel-1-Piloten zum Haas-Rennstall hat sich zerschlagen. sid

Renault will ihn nicht mehr, der angedachte Wechsel zu Haas hat sich zerschlagen, nun muss Nico Hülkenberg hoffen. Denn er hat nur noch wenige Optionen auf ein Cockpit in der Formel-1-Saison 2020. Seit Donnerstag zeichnet sich ab, dass in der einstigen „Formel Deutsch“ bald nur noch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hinter dem Lenkrad sitzen könnte.

Der Haas-Rennstall gab am Rande des Großen Preises von Singapur (Sonntag, 14.10 Uhr/RTL und Sky) bekannt, auch 2020 auf die Fahrerpaarung Kevin Magnussen/Romain Grosjean zu setzen. „Erfahrung“ sei ein wichtiger Faktor im Entscheidungsprozess gewesen, ließ das Team verlauten. Zuletzt war Hülkenberg als heißer Kandidat bei dem US-Rennstall gehandelt worden, Teamchef Günther Steiner bestätigte das auch und lobte den Deutschen öffentlich. Allerdings wies der Südtiroler mit Blick auf Hülkenberg auch immer wieder darauf hin, dass das „wirtschaftliche Paket“ stimmen müsse. Haas verlor vor dem Singapur-Rennen seinen Titelsponsor.

Lediglich bei Red Bull könnte sich noch eine Chance für den in der Branche geschätzten Hülkenberg auf ein Top-Cockpit auftun. Der Thailänder Alexander Albon ist an der Seite von Spitzenfahrer Max Verstappen noch nicht für 2020 bestätigt, allerdings wusste der 23-Jährige seit seiner Beförderung von Toro Rosso in den Premium-Bullenstall zu überzeugen.



Toro Rosso hat noch keinen Fahrer für das kommende Jahr benannt, jedoch versteht sich das Team seit jeher als Talentschuppen. Hülkenberg mit seinen 32 Jahren und 170 Formel-1-Rennen seit 2010 (für Williams, Force India, Sauber und Renault) fällt gewiss nicht in diese Kategorie. Blieben für ihn nur noch das Sauber-Nachfolgerteam Alfa Romeo und Williams.