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ADAC Bergrennen
Bergrennen vor der eigenen Haustür

 HAC-Rennsportler Christian Bächle aus Erbach möchte bei seinem Start mit seinem erstmals eingesetzten Rennwagen, einem 206 Peugeot RL, in der Gruppe N ganz nach vorne fahren.
HAC-Rennsportler Christian Bächle aus Erbach möchte bei seinem Start mit seinem erstmals eingesetzten Rennwagen, einem 206 Peugeot RL, in der Gruppe N ganz nach vorne fahren. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Christian Bächle ist am Wochenende ist einer von zehn Startern des Homburger Automobilclubs HAC auf der Käshofer Straße.

Zehn Motorrennsportler des Homburger Automobilclubs HAC werden am Samstag und Sonntag bei der 44. Auflage des ADAC Bergrennen auf der Käshofer Straße ihren Heimvorteil genießen können. HAC-Mitglied Christian Bächle aus Erbach ist bereits seit 23 Jahren ständiger Teilnehmer bei dieser Traditionsveranstaltung seines Vereins. Der 48-jährige kaufmännische Angestellte eines Homburger Autohauses ist eigentlich erfolgreicher Rallyefahrer. Doch die Anforderungen eines Bergrennens, zumal „vor der eigenen Haustür“, reizen ihn. „Die anspruchsvolle 2,4 Kilometer lange Strecke mit ihren 14 Kurven ist schon etwas Besonderes“, sagt er.

Das Homburger HAC-Bergrennen kennt er schon seit seiner frühsten Kindheit. „Mein Vater nahm mich immer mit, wenn er diese Veranstaltung besuchte.“ Die Leidenschaft zum Motorrennsport wurde also früh geweckt. 1994 war es dann soweit. Christian Bächle kaufte sein erstes Rennauto. „Es war ein Nissan Sunny, den wir dann zum Rennauto umgebaut haben.“ Der Kauf wurde übrigens in einem Nissan-Autohaus vollzogen. Verkäufer war damals Hartmut Schöffler, viele Jahre Rennsportleiter und am Wochenende nach 44 Jahren zum letzten Mal Organisationsleiter des HAC-Bergrennens.

In den folgenden Jahren und bis heute fährt Christian Bächle Rallyes. Dabei ist die Teilnahme am wichtigsten. Sportliche Ambitionen sind aber nicht so unwichtig. Im Wohnzimmer von Christians Bächles Wohnung sind viele Pokale auf den Schränken zu sehen. „Zu den schönsten Erlebnissen zählen die Teilnahme an einem WM-Lauf in Trier im letzten Jahr und bei einem Rennen in Südfrankreich im November 2016.“ Auch in diesem Jahr wird er sich bei einem Lauf der Deutschland-Rallye stellen, wenn er vom 17. bis 20. August bei einem Wertungslauf im Saarland mitfahren wird.



Beim Heimrennen, dem ADAC-Bergrennen, stand Christian Bächle schon oft in seiner Wertungsklasse ganz oben. Sechs Mal erhielt er bereits den Siegerpokal für sein Rennen. Zehn Mal kam er auf Platz zwei oder drei.

„Unter die besten drei zu kommen, wird aber diesmal nicht so einfach“, sagt Bächle mit Blick auf seinen nächsten Einsatz beim HAC-Bergrennen. Bächle fuhr seine Platzierungen und Siege zuletzt mit einem Citroen DS3 mit 130 PS ein. Vor vier kaufte er sich mit einem Peugeot 206 RL mit 180 PS einen weiteren Rennwagen, mit dem er nun erstmals beim Bergrennen dabei ist. Bächle startet nun in der Gruppe N mit 2000 Kubikzentimeter Hubraum. Vier weitere Fahrer werden sich in dieser Klasse mit Bächle um den Sieg streiten. „Ich will mein Ziel nicht zu hoch ansetzen. Es gilt erst einmal, mich auf der kurvigen Strecke mit dem neuen Wagen einzufahren“, will sich Bächle erst einmal von Traingslauf zu Trainingslauf herantasten. In drei Läufen kann jeder der 152 Starter ab Samstag 8.30 Uhr üben. Ernst wird es dann am Sonntag, dem Renntag. Dann dröhnen ab 8.30 Uhr die Motoren auf der Käshofer Straße. Gegen 17.30 Uhr sollten der Gesamtsieger und die Platzierten aller Wertungsklassen feststehen.

Die Siegerehrung im großen Festzelt auf dem Gelände des Fahrerfeldes beginnt um 19 Uhr. Christian Bächle würde sich freuen, wenn er seiner großen Sammlung von Siegerpokalen, einen weiteren hinzufügen könnte.