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Mit Leidenschaft gegen den HSV

Mainz. Mehr Stimmung und mehr Unterstützung für das Ziel Europa League fordert Manager Heidel vor dem vorletzten Heimspiel der Saison. Am Samstag spielt der FSV Mainz 05 gegen den HSV. sid

Die Statistik muss den Muntermacher geben. "Wir haben mit mir noch nie drei Spiele hintereinander verloren", sagte Trainer Martin Schmidt zwei Tage vor dem wichtigen Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Hamburger SV . Der Schweizer fordert nach dem 2:3 gegen Köln und dem 1:2 im Derby bei Eintracht Frankfurt noch mehr Leidenschaft. "Wer den Sieg mehr will, der holt ihn auch. Wir müssen alles rauskitzeln", meinte der 49-Jährige am Donnerstag.

Mehr als 32 000 Karten sind für das vorletzte Heimspiel der Saison bereits verkauft. Manager Christian Heidel fehlt indes der große Zuspruch von den Rängen. "Wenn sich Mainz 05 zum vierten Mal in zehn Jahren für Europa qualifiziert, dann ist das etwas ganz Außergewöhnliches. Der Gedanke, wir könnten etwas verlieren, muss aus den Köpfen heraus", erklärte der 52-Jährige. Die Ausganglage sei sehr gut. "Es sind noch neun Punkte zu vergeben, davon wollen wir so viele wie möglich holen. Wir haben fünf Punkte Vorsprung auf Platz acht. Wir wollen auf Rang sechs bleiben, wir sind doch nicht doof."

Der HSV kommt gestärkt durch den 2:1-Sieg im Derby gegen Werder Bremen , aber auch geschwächt nach Mainz . Der ehemalige 05er Nicolai Müller fehlt wegen eines Muskelfaserrisses ebenso wie die gesperrten Pierre-Michel Lasogga und Michael Gregoritsch. Mit 37 Punkten sind die Hamburger noch nicht aller Sorgen ledig. "Es wird intensiv werden, wie immer gegen den HSV", sagte Schmidt.



Julian Baumgartlinger fehlt wegen der fünften Gelben Karte. Leon Balogun mit großer Sicherheit auch nach seiner Sperre für den Rest der Saison wegen einer Tätlichkeit im Derby gegen Eintracht Frankfurt . Das Urteil haben die Mainzer aber noch nicht akzeptiert und wollen eine Anhörung.

Die Derby-Pleite durch zwei "krumme Tore" (Schmidt) ist aufgearbeitet. "Wir wissen, was wir besser machen müssen. Hinten gut stehen, passgenauer kontern, schneller umschalten, mehr Leute in die Box bringen und ganz allgemein: Besser gegen den Ball arbeiten." Schmidt wehrt sich dagegen, dass seine Spieler bei ihren Kernkompetenzen nachlassen würden. "Das stimmt nicht, das sagen die Analysen aus. Die Netto-Spielzeit der zweiten Halbzeit in Frankfurt betrug nur 21 Minuten", erklärte der Schweizer.