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Fußball-WM
Messi schießt das 100. WM-Tor

 Argentiniens Lionel Messi freut sich über sein Tor gegen Nigeria.
Argentiniens Lionel Messi freut sich über sein Tor gegen Nigeria. FOTO: dpa / Petr David Josek
St. Petersburg/Rostow am Don. Argentinien und Kroatien ziehen ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft ein.

Lionel Messi hat das 100. Tor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland erzielt. Der Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft traf gestern Abend im Gruppenfinale in St. Petersburg gegen Nigeria zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 14. Minute. Es war das erste Tor für Messi bei der WM in Russland und das erste nach 660 WM-Minuten für den 31-Jährigen. Zuletzt hatte er vor vier Jahren und einem Tag beim 3:2-Sieg über Nigeria im letzten Gruppenspiel in Brasilien einen Doppelpack erzielt. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften hatten Brasiliens Neymar (2014) und Spaniens Andres Iniesta (2010) den jeweils 100. Turnier-Treffer erzielt.

Nigerias Victor Moses (51., Foulelfmeter) glich für die Super Adler zunächst aus. Marcos Rojo (86.) markierte schließlich das Siegtor für die Südamerikaner. Argentinien gewann die Partie mit 2:1. Mit vier Punkten zog Argentinien als Gruppenzweiter hinter Kroatien in die K.-o.-Runde ein und trifft am Samstag in Kasan auf Frankreich. Nigeria mit dem deutschen Trainer Gernot Rohr und dem gebürtigen Berliner Leon Balogun in der Abwehr ist dagegen mit lediglich drei Zählern aus dem Turnier ausgeschieden.

Nach dem vorzeitigen Ende ihres ersten WM-Abenteuers sanken die wackeren Isländer entkräftet und enttäuscht auf den Rasen, dann ließen sie sich zum Abschied noch einmal von ihren Fans feiern. Durch das 1:2 (0:0) gegen den souveränen Gruppensieger Kroatien verpasste der WM-Neuling gestern Abend das erhoffte Fußball-Wunder und muss ohne Sieg die Heimreise antreten. Vor 43 472 Zuschauern in Rostow am Don schossen die Ex-Bundesligaprofis Milan Badelj in der 53. Minute und Ivan Perisic (90.) den mit einer besseren B-Elf angetretenen WM-Dritten von 1998 zum dritten Vorrundensieg und damit sicher ins Achtelfinale gegen Dänemark. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch einen Handelfmeter von Gylfi Sigurdsson (76.) war für die Isländer zu wenig. Trainer Heimir Hallgrimsson gratulierte den „sehr starken Kroaten“ nach dem Spiel, lobte aber auch die eigene Mannschaft.