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Fußball-WM in Russland
Merk räumt Brych wenig Chancen auf weiteren Einsatz ein

Moskau. Der deutsche Rekord-WM-Schiedsrichter Markus Merk sieht mäßige Chancen auf einen ganz großen Auftritt von Referee Felix Brych bei der Fußball-WM in Russland. „Ich hoffe, dass er nochmal zum Einsatz kommt“, sagte Merk, „der Erfahrung nach sieht es aber ungünstig für Felix aus.“ Brych hat bei seiner zweiten WM bislang nur das Vorrundenspiel zwischen der Schweiz und Serbien (2:1) geleitet.

Dabei zeigte der 42 Jahre alte Münchner insgesamt zwar eine souveräne Leistung, wurde aber für einen nicht gegebenen Elfmeter für Serbien heftig angefeindet.

„Wenn du in die Kritik gerätst und sogar zu einem Politikum wirst, hast du kaum noch eine große Chance in dem Turnier“, sagte Merk. „Dann nimmt die Kommission lieber einen Schiedsrichter, der in mehreren Spielen überzeugt hat und schadlos durch das Turnier gekommen ist.“ Merk hat mit fünf Einsätzen mehr WM-Auftritte als jeder andere Deutsche. Insgesamt bewertet der Ex-Spitzen-Referee die Leistungen der Schiedsrichter als „hervorragend“. Auch die WM-Premiere des Videobeweises sei gelungen.