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McLaren verpflichtet den Champion

 McLaren hat den Gehaltsvorstellungen von Jenson Button entsprochen. Foto: dpa
McLaren hat den Gehaltsvorstellungen von Jenson Button entsprochen. Foto: dpa
London. Der Königstransfer in der Formel 1 ist perfekt: Weltmeister Jenson Button hat sich gegen das Mercedes-Werksteam entschieden und wechselt zu McLaren. Der Champion konnte sich beim deutschen Autobauer nicht mit seinen Gehaltswünschen durchsetzen. Bei McLaren bildet er künftig mit Lewis Hamilton ein rein britisches Fahrer-Duo Von dpa-Mitarbeiter Christian Hollmann

London. Der Königstransfer in der Formel 1 ist perfekt: Weltmeister Jenson Button hat sich gegen das Mercedes-Werksteam entschieden und wechselt zu McLaren. Der Champion konnte sich beim deutschen Autobauer nicht mit seinen Gehaltswünschen durchsetzen. Bei McLaren bildet er künftig mit Lewis Hamilton ein rein britisches Fahrer-Duo. Zuvor hatte McLaren die Verhandlungen mit dem Finnen Kimi Räikkönen wegen dessen hoher Gagenforderungen abgebrochen. Der bei Ferrari trotz eines bis Ende 2010 laufenden Vertrags abgeschobene "Iceman" nimmt sich nun eine Auszeit. "Kimi wird nicht in der Formel 1 starten- zumindest nicht im nächsten Jahr", zitierte die finnische Zeitung "Turun Sanomat" Räikkönens Manager Steve Robertson. Button verdrängt bei McLaren den glücklosen Finnen Heikki Kovalainen. Der 29-Jährige nimmt auch seine Startnummer 1 mit zu seinem neuen Arbeitgeber. Mercedes verzichtete nach längerem Poker auf die Dienste des Titelverteidigers als Werbeträger für sein eigenes Team. "Es ist eine schwere Entscheidung, ein Team zu verlassen, wenn man so lange dort gewesen ist. Aber im Leben geht es immer um Herausforderungen", sagte Button. Aus dem Rennen ist dagegen Räikkönen. Der Weltmeister von 2007 gönnt sich ein Sabbatjahr und will stattdessen in der Rallye-WM an den Start gehen. "Eine Auszeit ist kein Problem für Kimi. Die Formel 1 wird ihn vermissen", meinte einer seiner Berater. Der 30-Jährige kann angeblich allein bis zu 17 Millionen Euro Abfindung von Ferrari kassieren, wenn er im kommenden Jahr für keinen Konkurrenten fährt. 2011 wolle er in die Königsklasse zurückkehren. dpa