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Manchester City setzt jetzt alles auf die Champions League

Hamburg. Manchester City, künftiger Club von Bayern-Cheftrainer Pep Guardiola, hat am vergangenen Wochenende in der Meisterschaft die letzte Chance verspielt und will sich jetzt in der Champions League schadlos halten. sid

Der Meistertitel ist weg, das FA-Cupfinale verpasst - und wenn Manchester Citys künftiger Trainer Pep Guardiola in der kommenden Saison bei einer Mannschaft mit einem renommierten Titel auf der Trainerbank sitzen soll, dann ist der Gewinn der Champions League für die Citizens Pflicht.

3:1-Sieg im Hinspiel

"Wir dürfen nicht so tun, als stünden wir schon im Viertelfinale", sagt der noch amtierende Team-Manager Manuel Pellegrini vor dem Achtelfinal-Rückspiel am heutigen Dienstag (20.45 Uhr) gegen Dynamo Kiew. Die Aussichten sind indes prächtig - die erste Begegnung in der Ukraine endete mit einem 3:1-Erfolg für die Gäste.

Ungeachtet der Warnungen des Chilenen wäre alles andere als die erstmalige Qualifikation für das Viertelfinale der Champions League eine böse Überraschung. Und eine weitere bittere Enttäuschung, nachdem der Titel in der Premier League keine realistische Option mehr ist. Das torlose Unentschieden beim abstiegsbedrohten Liganeuling Norwich City hat die Stimmung rund um das Etihad Stadium nachhaltig gedrückt. "Es ärgert mich immer noch maßlos, dass wir in diesem Spiel nicht gut genug waren", sagte Torhüter Joe Hart. Auch Pellegrini war stinksauer, versteckte seinen Unmut aber hinter einem gequälten Lächeln und der üblichen Floskel: "Wir geben nicht auf, solange mathematisch noch etwas möglich ist."

Aber dass der Tabellen-Vierte in neun Spielen neun Punkte auf Spitzenreiter Leicester City wettmacht, ist extrem unwahrscheinlich. Stattdessen sollte man auch immer mal wieder in den Rückspiegel schauen. Lokalrivale Manchester United und West Ham United sitzen ManCity im Nacken und streben mit Macht einen Platz in der Champions League 2016/2017 an.

Doch erst einmal geht es gegen Dynamo Kiew, das jedoch stark ersatzgeschwächt in England antritt. Mehr als verhaltener Optimismus ist daher bei Dynamo-Trainer Sergej Rebrow nicht mehr vorhanden: "Ein wenig Hoffnung habe ich noch."