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Mainz 05 für Rückrunde gerüstet

Mainz. Die Generalprobe für den Rückrundenstart ist dem FSV Mainz 05 mit dem 1:0 gegen den Liga-Konkurrenten 1. FC Köln gelungen. Für Gesprächsstoff sorgte das Fehlen von Yunus Malli wegen einer Verletzung. dpa-Mitarbeiter Detlef Rehling

Der FSV Mainz 05 ist gerüstet für die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga . Die Spekulationen abseits des Platzes sorgen aber für eine gewisse Unruhe vor dem Auftakt am kommenden Samstag beim Aufsteiger FC Ingolstadt. Beim 1:0 im Testspiel gegen den 1. FC Köln durch einen Treffer von Danny Latza (12. Minute) fehlte Yunus Malli in der Startelf - aus Verletzungsgründen. Prompt wurde kolportiert, der türkische Nationalspieler sei schon auf dem Weg zu Borussia Dortmund und seinem Ex-Coach Thomas Tuchel. "Alles Quatsch!", sagte Manager Christian Heidel, "wir werden sicherlich keinen Spieler warmhalten, weil er eventuell wechselt."

In Zivil war der 23-jährige Malli am Bruchweg und stand am Sonntag im internen Test gegen die U23 wie Niko Bungert, Stefan Bell und Fabian Frei auf dem Platz. Das Interesse der Dortmunder am besten Mainzer Torschützen der Vorrunde (acht Treffer) ist bekannt - aber die 05er wollen den Mittelfeldspieler nicht ziehen lassen. Aussagen, Tuchel wolle zu vielen Millionen Euro auch noch als Beigabe Stürmer Adrian Ramos offerieren, gehören ins Reich der Fabel. "Das Gesicht der Mannschaft bleibt, da gibt es keinen anderen Stand", erklärte Trainer Martin Schmidt.

Das gelte auch für Yoshinori Muto, der angeblich von Manchester United gejagt wird. "Das ist doch eine Erfindung der englischen Medien", meinte Heidel gelassen. Offiziell sei Manchester nicht an die Mainzer herangetreten. Sportlich käme ein Wechsel in die Premier League ohnehin zu früh für Muto.

Gonzalo Jara ließen die Mainzer hingegen ziehen. Er bat aus persönlichen Gründen um die vorzeitige Vertragsauflösung und die 05er entsprachen dem Wunsch. "Wir wussten seit dem Ende des Trainingslagers davon. Er will in Chile einen Verein finden. Verbessern wird er sich damit nicht, weder sportlich noch finanziell", meinte Heidel. Schmidt hätte den Nationalspieler gern behalten. "Er war auf vielen Positionen eine gute Alternative." Dafür stattete der FSV in Philipp Klement einen weiteren U23-Spieler mit einem Profi-Vertrag aus. Der Mittelfeldspieler unterschrieb bis 2018.

Auch ohne Malli, Bungert und Bell, der eingewechselt wurde, bestimmten die Mainzer die Partie gegen Köln deutlich. "Wir haben das Spiel sehr ernst genommen, wir wollten unbedingt zum Abschluss ein positives Resultat", erklärte Schmidt. Für den Rückrundenstart habe er die Startformation im Kopf, wolle aber noch die Trainingswoche abwarten. "Überraschungen sind immer möglich, viele Spieler machen Druck."

Zu den Überraschungen könnte Neuzugang Karim Onisiwo gehören, der gegen Köln auf der rechten Außenbahn überzeugte. Doch noch fehlt dem österreichischen Nationalspieler die Spielberechtigung für die Bundesliga. "Wir arbeiten dran", so Schmidt.

Von einem sehr ausgeglichen Kader spricht Julian Baumgartlinger. "Wir sind variabler im Mittelfeld und damit schwerer auszurechnen", meinte der Österreicher, der in Ingolstadt Torschütze Latza an seiner Seite im defensiven Mittelfeld erwartet. "Er hat sich angeboten", erklärte der Mainzer Kapitän. Sein Trainer hat das Ziel für die nächsten 17 Spielen gemeinsam mit der Mannschaft formuliert. "Wir wollen die Hinrunde bestätigen." In der sammelten die Mainzer 24 Punkte.