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Handball
Zwischen Oberliga-Alltag und WM-Traum

Der Stambacher Giona Dobrani, hier im Trikot des SV 64 Zweibrücken, gehört als Spielmacher zu den wichtigen Stützen im U21-Team der US-Nationalmannschaft.
Der Stambacher Giona Dobrani, hier im Trikot des SV 64 Zweibrücken, gehört als Spielmacher zu den wichtigen Stützen im U21-Team der US-Nationalmannschaft. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. U21-Nationalspieler Giona Dobrani vom SV64 Zweibrücken ist mit dem US-Team nur noch einen Turniersieg von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Spanien entfernt.  Von Roman Kuhn

Die Handball-Junioren-Nationalmannschaft der USA hat in der vergangenen Woche einen großen Schritt in Richtung Weltmeisterschaft 2019 in Spanien gemacht. Beim zweiten nordamerikanischen Qualifikationsturnier in Chicago setzte sich das Team mit Giona Dobrani, der sonst mit dem SV 64 Zweibrücken in der RPS-Oberliga um Punkte kämpft, im Finale verdient mit 29:23 gegen den Favoriten aus Mexiko durch. Damit haben sich die US-Boys ihre Chance bewahrt, bei den interkontinentalen Ausscheidungsspielen (März 2019) noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Dort treten sie gegen jeweils einen Vertreter aus Südamerika, Asien, Afrika und Europa an.

Unter ihrem neuen Trainer, dem Schweden Pierre Binderis, absolvierte die U21 der USA im Rahmen der Qualifikation zur Handballweltmeisterschaft der Junioren fünf intensive Trainingseinheiten und vier Spiele. Der Zweibrücker Giona Dobrani führte seine Mannschaft wie schon beim letzten Turnier als Kapitän aufs Feld. Im Vergleich der besten vier Teams aus Nord- und Mittelamerika spielten außer den USA noch Mexiko, Martinique und Guadeloupe um das begehrte Ticket für die nächste, dann weltweite Ausscheidungsrunde. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ gewannen Dobrani und seine Kameraden jeweils knapp gegen die beiden Inselstaaten (18:16 gegen Martinique, 24:23 gegen Guadeloupe) und teilten sich beim 25:25-Unentschieden gegen Mexiko leistungsgerecht die Punkte. Somit musste ein echtes Endspiel zwischen den USA und Mexiko die Entscheidung über den Turniersieg bringen.

Im Finale hatten dann die Handballer der Vereinigten Staaten aber klar die Nase vorn. Angeführt von dem überragend spielenden Giona Dobrani, der mit sieben Treffern auch der erfolgreichste Schütze war, setzten sie sich mit 29:23 verdient durch und dürfen weiter von der Weltmeisterschaft träumen. Dobrani, der in der Nationalmannschaft auf der Spielmacher-Position agiert, wurde im Anschluss nicht nur zum besten Rückraum Mitte des Turniers ausgezeichnet, sondern gewann mit 24 erzielten Toren in vier Begegnungen auch noch die Torjägerkanone. Außerdem zeichnete der gebürtige Stambacher als sicherer Siebenmeterschütze aus und verwandelte alle Strafwürfe mit einer Quote von 100 Prozent.



Dobrani lobte nach dem Sieg vor allem den Teamgeist, der vom Traum an der Teilnahme der Weltmeisterschaft getragen wird: „Wir sehen uns ja nur selten und sind auf der ganzen Welt verstreut, aber im Turnierverlauf sind wir immer enger als Mannschaft zusammengewachsen und haben das Turnier dann auch als Einheit gewonnen! Mit diesen Jungs zur Weltmeisterschaft fahren – das wäre ein absoluter Traum“. Bei der letzten Hürde vor der Weltmeisterschaft müssen die US-Boys im kommenden März dann noch gegen Nigeria, Taiwan, Paraguay und den Kosovo bestehen, um ihren großen Traum wahr werden zu lassen.