| 21:30 Uhr

Stadtderby
Heißes Derby am Wattweiler Berg

  Derbyzeit bedeutet Kampf, Leidenschaft und spektakuläre Tore! Bei Marcel Juliers (rot) Treffer zum 1:0 für den TSC gegen die VBZ in der letzten Saison (Endstand 3:2 für den TSC) kamen sogar alle drei Faktoren zusammen. SG-Trainer David Schwartz (hinten links) kann nur nch zuschauen. Am Samstag kämpfen die beiden Mannschaften erneut um die Punkte.
Derbyzeit bedeutet Kampf, Leidenschaft und spektakuläre Tore! Bei Marcel Juliers (rot) Treffer zum 1:0 für den TSC gegen die VBZ in der letzten Saison (Endstand 3:2 für den TSC) kamen sogar alle drei Faktoren zusammen. SG-Trainer David Schwartz (hinten links) kann nur nch zuschauen. Am Samstag kämpfen die beiden Mannschaften erneut um die Punkte. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Fußball-Landesliga: Der TSC Zweibrücken und die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim kreuzen die Klingen. Der TSC könnte bei einem Sieg noch auf Rang zwei schielen. Die SG würde sich im Erfolgsfall wohl aus dem Abstiegskampf verabschieden. Von Fritz Schäfer

Am Samstag ist Derbyzeit am Wattweiler Berg! Der TSC Zweibrücken empfängt die SG VB Zweibrücken-Ixheim. Das Landesligaspiel wird um 16 Uhr, das der A-Klasse-Reserven um 14 Uhr angepfiffen. „Alle sagen, dass wir der Favorit sind. Das sehe ich aber nicht so“, sagt TSC-Trainer Sanel Nuhic. Denn beim Derby würden andere Gesetze gelten. Da sei es egal, ob man wie der TSC mit 40 Punkten auf Platz fünf oder wie die SG mit 28 Punkten auf Platz elf stehe.

Zumal Nuhic den Lokalrivalen höher als dessen aktuellen Tabellenrang einschätzt: „Wenn die SG komplett steht, gehört sie ins vordere Mittelfeld.“ Auch wenn sich der Stadtrivale immer „klein“ mache. Auch die drei TSC-Siege in den letzten drei Derbys seien keine Garantie für einen Erfolg. Dabei erinnert sich Nuhic nur ungern an das erste Landesligaderby 2016, bei dem der TSC zu Hause mit 1:2 unterlag.

Die Gastgeber wollen das Spiel offensiv angehen. Dabei gelte es, konzentriert zu sein und keine leichten Ballverluste zu produzieren, fordert Nuhic: „Darauf wartet die SG. Nach Ballgewinn schalten die sofort um auf die schnellen Angreifer.“ Gegen Spitzenmannschaft Rodenbach habe diese Taktik perfekt funktioniert. Davon hat sich Nuhic selbst überzeugt: „Ein 2:0-Sieg gegen den Dritten – das spricht für sich.“



Der TSC-Trainer hofft auf viele Zuschauer. Die meisten seiner Spieler würden sich von einer großen Kulisse nicht beeindrucken lassen. „Die haben schon einige Derbys erlebt. Bei den Jüngeren muss man erst sehen.“

Weil an diesem Spieltag der Zweite Baumholder beim Tabellenführer Meisenheim antreten muss, könnte der TSC nach dem Spieltag vielleicht wieder auf den Relegationsplatz schielen. Der Rückstand betrüge im Optimalfall nur noch sechs Punkte.

Der Trainer der SG VBZ-Ixheim, David Schwartz, möchte bei seiner Elf die Anspannung herunterfahren. Zumal es das Spiel zuletzt entweder in der Liga oder bei den Stadtmeisterschaften des Öfteren gegeben habe: „Für uns geht es um Punkte zum Klassenverbleib, für den TSC eventuell um Punkte, um noch einmal im Aufstiegsrennen mitzumischen.“ Gleichwohl weiß Schwartz, dass die Spieler „heiß“ sind. Spätestens wenn angepfiffen wird. Die SG will kompakt stehen und „dafür arbeiten“, dass sich Chancen ergeben. „Die müssen wir dann aber auch nutzen.“ Am letzten Sonntag in der Liga gegen Bundenthal (0:3) vergab die SG ihre ersten großen Möglichkeiten – und fand nach dem Rückstand nicht mehr in die Partie zurück.

Das soll sich im Derby nicht wiederholen. Bei der Partie spiele die Tagesform und das nötige Quäntchen Glück eine wichtige Rolle, sagt Schwartz, der nach zweiwöchiger Krankheitspause selbst wieder in den Kader zurückkehren wird.