| 23:48 Uhr

Zweibrücker Rosenlauf
„Da kann man richtig Gas geben“

Auf die Plätze, fertig , los! Knapp 150 Läufer machten sich beim Zweibrücker Rosenlauf auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken.
Auf die Plätze, fertig , los! Knapp 150 Läufer machten sich beim Zweibrücker Rosenlauf auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken. FOTO: bav / Volker Baumann
Zweibrücken. Auf einem sehr hohen sportlichen Niveau bewegte sich gestern Vormittag der 26. Zweibrücker Rosenlauf. Bei den Männern dominierte der erst 17-jährige Nils Raab, bei den Frauen war Julia Keck nicht zu schlagen. Von Volker Baumann

Bereits zum 26. Mal gingen gestern in Zweibrücken Läuferinnen und Läufer mit unterschiedlichsten sportlichen Voraussetzungen und Altersklassen an den Start, um den schon mit Kultstatus behafteten „Rosenlauf“ zu absolvieren. Absolvieren ist dabei eher der falsche Ausdruck, denn von der überwiegenden Zahl der insgesamt 145 Läuferinnen und Läufer wurde die Strecke als „abwechslungsreich und sehenswert“ bezeichnet. Nils Raab vom ATSV Saarbrücken und Schützling von LAZ-Trainer Thomas Zehfuß, der mit seinen siebzehn Jahren die zehn Kilometer in 35,33 Minuten schaffte und als Sieger in der Gestütsallee einlief, hatte ebenfalls viel Lob für die Strecke übrig: „Da kann man richtig Gas geben, weil sie so schön flach ist“, so sein Kommentar nach dem Zieleinlauf mit mehr als drei Minuten Vorsprung, wobei ihm die Asphaltpassagen besser als Sand oder Schotter liegen würden.

Nach dem Start in Höhe der Festhalle hatten die Sportler und sportlich Ambitionierten entweder fünf oder zehn Kilometer per pedes vor sich, was entweder einer oder zwei der abgemessenen Runden entsprach, geprägt durch das Grün der Allee und das Herz der Stadt, vorbei an allen ihren Sehenswürdigkeiten. Auch eine Runde durch das Westpfalzstadion durfte nicht fehlen und verlieh dem Lauf eine zusätzliche sportliche Note. Während die fünf Kilometer als so genannter „Jedermanns-/Jederfraulauf“ ausgeschrieben waren, wurde der Zehn-Kilometer-Lauf in verschiedene Altersklassen unterteilt, beginnend bei der B-Jugend Jahrgang 2001/2002, bis zu den Jahrgängen 1958 und älter.

Während die 14-jährige Hannah Schmitz aus Schopp bei den fünf Kilometern als erste Frau in 21,21 Minuten das Ziel erreichte, durchlief die 44-jährige Julia Keck vom LA Team Saar in exakt 40 Minuten als Siegerin die Zehn-Kilometer-Marke. In vier Minuten pro Kilometer legte die Triathletin, die bereits seit 30 Jahren im Laufsport zuhause ist, auf der Rosenstrecke zurück und wurde dabei nur von vier Läufern übertroffen, wobei dem 17-jährigen Sieger Nils Raab auf den Plätzen zwei, drei und vier schon die Männer der Gruppen 30 bis 50 folgten. Alexander Köhler vom ATSV Saarbrücken, ebenfalls trainiert von Thomas Zehfuß, lief auf der Fünf-Kilometer-Distanz mit einer Zeit von 16,44 Minuten mit ebenfalls mehr als drei Minuten Vorsprung ins Ziel ein.



10-Kilometer-Siegerin Julia Keck jedenfalls möchte immer wieder zum Rosenlauf nach Zweibrücken kommen. Erstens sei der Lauf eine gute Vorbereitung für weitere sportliche Ereignisse und zweitens sei sie echt beeindruckt von der abwechslungsreichen Strecke. „Nicht ganz einfach, aber dafür schön“, kommentiert sie und nimmt von den Damen beim Zieleinlauf gerne, wie alle anderen, eine Rose entgegen.

Nils Raab vom ATSV Saarbrücken war gestern in 35:33 Minuten Schnellster beim Zweibrücker Rosenlauf über zehn Kilometer.
Nils Raab vom ATSV Saarbrücken war gestern in 35:33 Minuten Schnellster beim Zweibrücker Rosenlauf über zehn Kilometer. FOTO: bav / Volker Baumann
Schnellste Frau im Ziel war 
Julia Keck vom LA Team Saar.
Schnellste Frau im Ziel war Julia Keck vom LA Team Saar. FOTO: bav / Volker Baumann