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Eishockey-Regionalliga
Zwei wegweisende Spiele in 24 Stunden

 Gute Kondition ist bei Aric Schinke (rechts) und seinen Hornets am Wochenende gefragt, schließlich muss der amtierende Meister zweimal ran. Am Samstag in Mannheim, keine 24 Stunden später zu Hause gegen Hügelsheim.
Gute Kondition ist bei Aric Schinke (rechts) und seinen Hornets am Wochenende gefragt, schließlich muss der amtierende Meister zweimal ran. Am Samstag in Mannheim, keine 24 Stunden später zu Hause gegen Hügelsheim. FOTO: www.marcowille.de; Marco Wille; / Marco Wille
Zweibrücken. Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken Hornets laufen am Samstagabend bei Aufsteiger Maddogs Mannheim auf, am Sonntag empfängt man die Rhinos aus Hügelsheim. Neuzugang Brad Cuzner feiert am Wochenende sein Debüt im Trikot der Hornets.

Ein spannendes Wochenende steht beim EHC Zweibrücken in der Eishockey-Regionalliga Südwest an. Die Hornets spielen am Samstag, 19.30 Uhr, in Mannheim bei den Maddogs von EKU (Achter). Keine 24 Stunden später geht es Sonntag ab 19 Uhr zuhause gegen die Baden Rhinos vom ESC Hügelsheim (Sechster). Für den EHC könnte das Wochenende – vorausgesetzt die Punkteausbeute stimmt – den lang ersehnten Sprung in die Play-Off-Plätze bedeuten. Denn am Sonntag spielt Ravensburg zu Hause gegen Eppelheim. Die direkten Konkurrenten des EHC auf Platz drei und vier, derzeit beide mit 23 Punkten zwei Zähler vor den Hornets, werden sich definitiv Punkte gegenseitig nehmen.

Für Zweibrückens Trainer Tomas Vodicka sind diese Zahlenspiele indes Nebensache. „Wir müssen auf uns schauen und die sechs Punkte holen. Schon letztes Wochenende haben wir ein bisschen auf Niederlagen der Konkurrenz spekuliert und am Ende war das nix. Selbst wenn wir am Wochenende sechs Punkte holen, was unser Ziel ist, dann kommen danach drei richtig harte Spiele.“ Zu Hause muss der EHC dann nämlich gegen den Zweiten Heilbronn ran, spielt dann in Eppelheim und danach beim Tabellenführer Bietigheim-Bissingen. „Deshalb sind diese zwei Spiele jetzt unheimlich wichtig“, betont der Coach.

Mit dabei sein wird in Mannheim erstmals der neue Kanadier Brad Cuzner. „Er hat im Training gezeigt, dass er läuferisch sehr gut ist und einen richtig guten Schuss hat. Wie er unter Wettbewerbsdruck spielt, wird sich in Mannheim zeigen“, so Vodicka. Dafür lässt der Trainer Kenny Matheson zuhause. Ob Cuzner am Sonntag seine Heimpremiere feiern wird, entscheidet der Coach erst nach dem Mannheim-Spiel.



Ansonsten kann Vodicka den kompletten Kader einsetzen, auch Marc Lingenfelser hat endlich wieder mittrainieren können. „Marc hat gesagt, dass er spielen will und sich gut fühlt.“ In Mannheim wird auch die Exil-Hornisse Benedikt Peters wieder auflaufen. „Er hat in Ravensburg gut gespielt. Er hat Spaß am Eishockey und es freut mich riesig, dass er uns nun ab und zu als Spieler zur Verfügung steht. Am Sonntag geht das natürlich nicht. Er muss um sieben Uhr auf der Arbeit sein. Da kannst du nach dem Spiel am Sonntagabend nicht noch 500 Kilometer fahren“, erklärt Vodicka.

Nach einem schwierigen Start sind die Hornets inzwischen stabil, haben eine Siegesserie von vier Spielen in Folge gestartet, die ausgebaut werden soll. Geht eine Mannschaft am Ende aus so einer Krise gestärkt hervor? „Das ist mit Sicherheit so. Aber deshalb haben wir am Anfang der Runde bestimmt nicht so gespielt“, sagt Vodicka und lacht. „Wir hatten einfach den großen Umbruch und viele Verletzte. Ständig musste ich die Reihen umstellen. Das macht mir auch keinen Spaß. Jetzt merkt man, dass die Reihen eingespielt sind. Als Spieler fällt es dir natürlich leichter, wenn du mit festen Nebenleuten spielst.“

Vodicka selbst hat inzwischen zweimal mittrainiert. Für einen Einsatz langt es noch nicht. „Das Spielen verlernt man nicht, aber die Kondition fehlt noch. Ich hätte vielleicht in Mannheim auflaufen können. Aber Spielertrainer sind in der Regionalliga nicht möglich. Da hätte Lukas Srnka den Headcoach geben müssen. Aber der kann am Samstag nicht“, beschreibt Vodicka seine Fortschritte.

Doch nicht nur die erste Mannschaft der Hornets kämpft am Wochenende um Punkte. Am Samstag spielt die 1b um zwölf Uhr in der Landesliga Baden-Württemberg gegen den Tabellennachbarn von der ESG Esslingen. Der EHC hat hier genauso wie Esslingen auch sechs Punkte, jedoch hat Esslingen erst vier Spiele absolviert, Zweibrücken fünf. Um das Ziel „Tabellenplatz drei“ am Saisonende zu erreichen, will die Mannschaft von Trainer Michael Neumann zu Hause dreifach punkten.